Er wird keine Tore schießen oder vorbereiten, aber soll dabei helfen, dass künftig die richtigen Spieler beim VfL Wolfsburg spielen. Am Freitag tritt der neue Kaderplaner Maximilian Englert seinen Job an – eine große Aufgabe wartet auf den 37-Jährigen.
Der neue Kaderplaner legt am Freitag los
Der Startschuss für ihn könnte kaum passender sein. Am Freitag, am „Tag der Arbeit“ also, legt Wolfsburgs neuer Kaderplaner und Head of Recruitment los. Es gibt verdammt viel zu tun beim VfL, Maximilian Englert kommt von RB Leipzig und soll dabei helfen, den abgestürzten Klub für die Zukunft wieder besser aufzustellen. In welcher Liga? Das ist aktuell noch das große Fragezeichen beim Tabellenvorletzten. Der 37-Jährige hat jedenfalls ligaunabhängig für zwei Jahre unterschrieben.
In Wolfsburg trifft er auf einen alten Bekannten, der den Leipziger Live-Scout zum VfL gelockt hat: Pirmin Schwegler. Rund zwei Jahre arbeitete der heutige VfL-Sportdirektor beim FC Bayern München mit Englert zusammen und ist überzeugt davon, einen fähigen Mann nach Niedersachsen geholt zu haben. Schwegler zum kicker: „Ich kenne Max seit vielen Jahren und schätze seine Qualitäten sehr. Er ist hervorragend vernetzt, bringt umfangreiche Erfahrung mit und hat ein feines Gespür für Spieler und deren Potenzial.“
Wahls Wechsel nach Wolfsburg gilt als wahrscheinlich
Wenn Englert am Freitag seinen Dienst antritt, haben Schwegler sowie Scouting-Leiter Manuel Lemke und dessen Team schon reichlich Vorarbeit geleistet. Zweigleisig wird aktuell der künftige Kader geplant, mit Elvis Rexhbecaj, der ablösefrei vom FC Augsburg zurückkehrt, steht der erste Neuzugang bereits fest. Mit anderen Spielern ist der VfL bereits im Gespräch, etwa St. Paulis Hauke Wahl, dessen Wechsel nach Wolfsburg als wahrscheinlich gilt.
Tabakovic, Füllkrug und Co. – ein Stürmer soll kommen
Im Angriff soll ein Mittelstürmer kommen, der diese Bezeichnung verdient. Haris Tabakovic (Gladbach, von Hoffenheim verliehen) ist ein Kandidat, mit Niclas Füllkrug (AC Milan, von West Ham verliehen) ist der Kontakt seit dem Werben Schwegler im Winter nicht abgerissen. Auch Namen wie Robert Glatzel (HSV), Davie Selke (Basaksehir) oder gar VfL-Legende Edin Dzeko (Schalke), bei dem es im Winter ebenfalls einen Anlauf gegeben hatte, passen in dieses Profil.
Ein Team zu bauen, das in der Bundesliga eine Perspektive hätte bzw. in der 2. Liga den direkten Wiederaufstieg bewältigen könnte, wird ab Freitag die Aufgabe Englerts sein. Sportdirektor Schwegler setzt auf Teamwork, Alleingänge wie unter Ex-Boss Peter Christiansen im Fall des brasilianischen Innenverteidigers Cleiton, für den es praktisch keine Verwendung gibt, soll es nicht mehr geben.
Das größte Puzzlestück fehlt noch: der Geschäftsführer
Mit Englert nimmt das Wolfsburger Personal-Puzzle auf der Führungsebene weiter Formen an, nur das größte Puzzlestück fehlt noch: Ein neuer Geschäftsführer Sport wird gesucht, mit Marcel Schäfer (RB Leipzig), Fabian Wohlgemuth (VfB Stuttgart), Andreas Schicker (TSG Hoffenheim), Jonas Boldt (ehemals HSV) oder Alexander Rosen (ehemals Hoffenheim) sind prominente Namen in der Verlosung für die Nachfolge des dramatisch gescheiterten Christiansen.
Er wird keine Tore schießen oder vorbereiten, aber soll dabei helfen, dass künftig die richtigen Spieler beim VfL Wolfsburg spielen. Am Freitag tritt der neue Kaderplaner Maximilian Englert seinen Job an – eine große Aufgabe wartet auf den 37-Jährigen.
