Anhaltende Harmlosigkeit und utopische Wünsche: Die tückische Werder-Lage 

Der SV Werder Bremen erbringt den nächsten Nachweis seiner offensiven Defizite: Dem bestehenden Personal fehlt es aktuell an vielem. Und wäre ein Neuzugang überhaupt eine Sofortverstärkung?

Viele Themen, aber kaum Zeit

Das neue Jahr begann für den SV Werder Bremen in etwa so, wie das alte endete: Mit einem 0:0 am Sonntagnachmittag im Testspiel beim FC St. Pauli, nachdem die letzte Bundesliga-Partie in Augsburg ebenfalls torlos ausgegangen war.

Auch die Aussagen von Clemens Fritz hatte man kurz vor Weihnachten so schon mal ganz ähnlich gehört. Dass die Situation nicht „schöngeredet“ werde, hieß es nun in Hamburg wie schon in Augsburg – wo der Werder-Sportchef allerdings auch noch die aus seiner Sicht überzogene Kritik an den Bremern zurückgewiesen hatte.

Rund zwei Wochen später sind die offensiven Defizite indes weiterhin offensichtlich: Der erste Auftritt in 2026 war gezeichnet von einer erschreckenden Harmlosigkeit, bis auf einen Abschluss von Yukinari Sugawara ging keinerlei Gefahr von den Bremer Akteuren aus – und das einmal mehr: Werder ist nun seit drei Spielen ohne eigenen Treffer.

Zünftiges Programm zum Restart

Auch Fritz bemängelte am Sonntag jedenfalls, „dass wir uns Richtung letztes Drittel unheimlich schwertun“, sprach von fehlender Überzeugung, fehlendem Selbstvertrauen und erlangte zu der Erkenntnis: „Es liegt noch einiges an Arbeit vor uns, gerade mit Ball.“

Nur steht der Bundesliga-Restart jetzt wieder unmittelbar bevor – mit einem zünftigen Programm innerhalb von sieben Tagen gegen Hoffenheim (Samstag), Dortmund (Dienstag) und Frankfurt (Freitag). „Man sieht, dass wir Themen haben“, befand Fritz, „und wir haben diese Woche auch nicht mehr so viel Zeit, daran zu arbeiten“. Eine tückische Lage, mindestens.

Nur zwei Punkte aus fünf Spielen

Werder rangierte über die Winterpause zwar auf Tabellenplatz zehn, was Fritz wohl ja auch dazu veranlasste, den jüngsten Negativ-Trend in der Bundesliga (zwei Punkte aus fünf Spielen) derart herunterzuspielen – doch der Vorsprung auf Platz 16 beträgt gerade mal fünf Zähler. Und in der Offensive ist nun mal kaum Besserung in Sicht.

In Hamburg vermittelte kein einziger Bremer Angreifer den Eindruck, die anhaltende Flaute beheben zu können – bisweilen sogar zu wollen: Die zur Halbzeit eingewechselten Samuel Mbangula und Keke Topp gaben ein weitgehend von Engagement befreites Bild ab, nachdem Romano Schmid, Justin Njinmah oder auch Cameron Puertas zuvor bereits einmal mehr äußerst unglücklich agiert hatten.

Fritz: „Wenn ein Stürmer funktionieren soll, …“

Ein neuer Stürmer soll her, der „eine gewisse Physis und Intensität mitbringt“, so Fritz. Ob dieser Werder dann jedoch direkt helfen würde? Wechsel-Kandidat Damion Downs etwa ist ebenfalls noch ohne Saisontor; geplant wäre ohnehin nur eine Leihe des beim englischen Zweitligisten FC Southampton zuletzt nicht gefragten Angreifers.

Und ein höheres Regal, in dem sich Werder bedienen könnte, um eine unmittelbare Verstärkung des Kaders herbeizuführen, sei zwar „immer der Wunsch“ – allerdings ein utopischer, machte Fritz deutlich: „Wenn ein Stürmer sofort funktionieren soll, dann legen wir wahrscheinlich 15 bis 20 Millionen Euro auf den Tisch …“

 Der SV Werder Bremen erbringt den nächsten Nachweis seiner offensiven Defizite: Dem bestehenden Personal fehlt es aktuell an vielem. Und wäre ein Neuzugang überhaupt eine Sofortverstärkung? 

 

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