Satter Millionengewinn und Rekord-Umsatz: Freiburg legt beeindruckende Zahlen vor 

Der SC Freiburg hat eine sportlich sehr erfolgreiche Saison hinter sich – und das schlägt sich auch in den Finanzen nieder. Die Breisgauer legten am Donnerstag beeindruckende Zahlen vor.

Neuer Aufsichtsrat gewählt

Der SC Freiburg hat eine klasse Saison hinter sich, die Bundesliga schlossen die Breisgauer zwar nur auf Platz 7 ab, doch der reichte am Ende für das internationale Geschäft. Die großen Momente gab es 2025/26 international, auch wenn der ganz große Coup am Ende ausblieb, weil man im Finale der Europa League Aston Villa 0:3 unterlag. Ebenfalls stark präsentierte man sich im DFB-Pokal, wo man erst im Halbfinale scheiterte (1:2 n.V. beim VfB Stuttgart).

Finanziell lohnte sich das für den Sport-Club alles außerordentlich, so präsentierten die Freiburger am Donnerstag bei ihrer Mitgliederversammlung beeindruckende Zahlen. Vor 950 gekommenen Menschen legte Finanz-Vorstand Oliver Leki auf dem Gelände der Messe Freiburg starke Zahlen vor: Leki sprach in höchsten Tönen von der vergangenen Saison, bezeichnete diese als „vereinshistorisch“ und „sportlich herausragend“ – und gab dann bekannt, dass man einen Überschuss von 30,5 Millionen Euro erwirtschaftete, eine Steigerung von 18,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Dazu wurde ein Rekordumsatz von 212,1 Millionen Euro verzeichnet. 2024/25 hatte der SC Freiburg, damals ohne zusätzliche Europokal-Einnahmen, noch 162,8 Millionen Euro erlöst, während man ein Jahr zuvor beim Umsatz erstmals die Marke von 200 Millionen Euro (203,1 Millionen Euro) überschritten hatte.

Beeindruckend auch das Eigenkapital, das sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses deutlich erhöhte und zum Bilanzstichtag (30. Juni 2026) bei 194,2 Millionen Euro lag (Vorjahr: 163,7 Millionen Euro). Der Verein, der eigenen Angaben zufolge „weiterhin keinerlei Bankverbindlichkeiten hat“, kommt daher auf eine Eigenkapitalquote von über 79 Prozent.

Freiburger Handlungsfähigkeit gestärkt

Finanzvorstand Leki fasste es wie folgt zusammen: „Die Saison 2025/26 war sportlich und wirtschaftlich herausragend. Das Erreichen des Europa-League-Endspiels in Istanbul, der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals – und die damit verbundenen Einnahmen aus beiden Wettbewerben – sowie hohe Transferüberschüsse haben erheblich dazu beigetragen. Hinzukommt ein stetiges Wachstum in allen anderen Einnahmebereichen. Unsere Einnahmen- und Ausgabenstruktur ist weiterhin komplett intakt.“

Ein derart gutes Ergebnis sorgt auch dafür, dass die Freiburger „extrem handlungsfähig“ seien und weiterhin „unabhängig“ agieren können, wie Leki auf der Versammlung laut SWR betonte. Das finanzielle Polster versetze den Sport-Club etwa in die Lage, dass man sich nicht von Spielerberatern auf dem Transfermarkt treiben lassen müsse. Den Erfolg zu Kopf steigen lassen möchte man sich aber nicht, sich auf selbigem ausruhen auch nicht, stellte Leki klar – vielmehr sei der Plan, sich weiterhin stetig weiterzuentwickeln.

Neuer Aufsichtsrat gewählt: vier Neue dabei

Neben der Bekanntgabe der Zahlen wurde am Donnerstag auch turnusmäßig ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Vier Kandidierende wurden dabei neu in das Kontrollgremium gewählt, auch weil sich drei langjährige Aufsichtsratsmitglieder (Dr. Heinrich Breit, Johannes Baumgartner und Marcel Thimm) nicht mehr zur Wahl gestellt hatten. Der neue Aufsichtsrat wurde für vier Jahre ins Amt gewählt und stellt sich wie folgt zusammen: Denise Böhm, Gabi Furtwängler (vormals Mitglied des Vereinsrats), Christoph Sennekamp und Dr. Alexander Vivell sind die vier Neuen. Komplettiert wird das neunköpfige Gremium von Werner Blank, Helen Hall-Salomon, Gernot Pöpperl, Edith Sitzmann und Hannelore Stocker.

 Der SC Freiburg hat eine sportlich sehr erfolgreiche Saison hinter sich – und das schlägt sich auch in den Finanzen nieder. Die Breisgauer legten am Donnerstag beeindruckende Zahlen vor. 

 

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