Nach dem katastrophalen Saisonstart stellt sich bei Borussia Mönchengladbach schon nach dem 3. Spieltag die Trainerfrage. Sportdirektor Rouven Schröder vermied nach dem 0:5 in Freiburg ein klares Bekenntnis zu Eugen Polanski.
„Wir werden in uns gehen“
Eine klare Niederlage in Leipzig (0:3), der verheerende Einbruch nach Führung gegen Elversberg (3:4) – und nun auch noch eine 0:5-Klatsche in Freiburg: Der Saisonstart von Borussia Mönchengladbach hätte schlechter kaum laufen können. Und nachdem die Elf von Eugen Polanski auch im Breisgau nicht die ersten Punkte einfahren konnte und vom neuen Tabellenführer in allen Belangen dominiert wurde, stellt sich bereits früh in der Saison die Frage nach der ersten Trainerentlassung der Bundesliga-Spielzeit.
„Wir waren heute chancenlos und das muss uns nach drei Spielen zu denken geben“, machte auch Sportdirektor Rouven Schröder nach Abpfiff bei Sky deutlich. Auch den Platzverweis gegen Kapitän Tim Kleindienst beim Stand von 0:2 wollte er ausdrücklich nicht als Ausrede gelten lassen. „Klar ist es dann schwierig, aber wir müssen uns besser dagegenstemmen. Es war ein sehr gebrauchter Tag – auch in der Fülle der drei Spiele.“
Man habe „den Anspruch an unsere Arbeit und an Borussia Mönchengladbach“, deutlich besser zu agieren, sagte Schröder. „Deswegen ist es wichtig, dass wir uns heute und morgen die Wahrheit sagen, wie es sich gerade anfühlt.“ Könnte dazu auch das Aus für Polanski gehören, den Schröder nach seinem Amtsantritt vom Interims- zum Chefcoach befördert und auch nach dem Ende der Saison gestärkt hatte?
Eine klare Antwort auf diese Frage wollte Schröder nicht geben. „Es ist wichtig, dass wir uns heute und morgen die richtigen Gedanken machen und in die Analyse gehen“, kündigte er aber an. „Das ist ganz wichtig, weil wir jetzt noch ein Spiel und dann die Länderspielpause haben. Wir wollen nicht mit null Punkten in die Länderspielpause gehen.“
Gespräche mit Trainer und Mannschaft angekündigt
Als verbliebene Möglichkeit zum Punkten bleibt nun nur noch das Heimspiel gegen Mainz 05 am kommenden Samstag. Nach der konkreten Frage, ob Polanski gegen das Team, für das er von 2009 bis 2013 als Spieler auflief, noch auf der Gladbacher Bank sitzen werde, vermied Schröder ein klares Bekenntnis zum Coach und kündigte stattdessen interne Gespräche an: „Wir werden in uns gehen und Gespräche führen mit Eugen zusammen, auch mit der Mannschaft und dem Mannschaftsrat, ob wir so weitermachen wollen in der Form. Wir müssen punkten, das ist wichtig. Da geht es nicht um Personen.“
Ob es mit der gleichen Person auf der Trainerbank aber noch weitergeht, muss sich in den kommenden Tagen zeigen.
Nach dem katastrophalen Saisonstart stellt sich bei Borussia Mönchengladbach schon nach dem 3. Spieltag die Trainerfrage. Sportdirektor Rouven Schröder vermied nach dem 0:5 in Freiburg ein klares Bekenntnis zu Eugen Polanski.
