Der Aufsteiger wartet noch auf das erste Tor und den ersten Sieg in der Bundesliga. Zuletzt gegen Freiburg war eine Steigerung erkennbar. Unterdessen bleibt der Klub bei seiner Personalpolitik und verlängerte die Verträge mit Akteuren, die sich in den Vordergrund spielten.
„Sind nicht weit weg“
Verständlicherweise haderte Laurin Curda mit dem liegengelassenen Punkt bei der 0:1-Heimniederlage gegen den Sportclub. „Wir haben viel nach vorne geworfen, leider nicht durch das Freiburger Bollwerk durchgekommen“, so der rechte Schienenspieler der Paderborner. „Wir hatten genügend Chancen, in denen wir einfach gefährlicher sein müssen.“ Nach dem 0:0 in Mainz zum Auftakt wartet der Aufsteiger aber weiterhin auf das erste Tor und den ersten Sieg.
Doch die Zuversicht ist nach dem für ihn und viele Kollegen überhaupt erst zweiten Erstligaauftritt da, auch bei Curda. „Es war eine Steigerung. Wir waren sehr ruhig in Ballbesitz, wir haben gut hintenraus gespielt. Vorne hat es wie in Mainz noch ein bisschen gefehlt, aber in der zweiten Halbzeit war es schon eine klare Leistungssteigerung.“ Vor eigener Kulisse habe man vor allem unerschrocken gespielt – eine Eigenschaft, die den Ostwestfalen schon so manches Mal im eigenen Stadion gegen einen stärker einzuordnenden Gegner halt. Fazit des 24-Jährigen: „Man hat in beiden Spielen gesehen, dass wir nicht weit weg sind, uns reinkämpfen können und dann einfach auch da sind.“
Davon, dass künftig in dieser Hinsicht noch mehr zu erwarten ist, zeigt sich Curda überzeugt. Zum Beispiel fehlte den prominenten Neuzugängen, die künftig die Offensivstärke der Ostwestfalen noch einmal anheben sollen, nach ihren kürzlichen Transfers noch die Bindung: Gabriel Vidovic, Marvin Pieringer und Rayan Philippe. „Normal, wenn in der letzten Woche noch Spieler dazukommen“, fand Curda daher den durchwachsenen Auftritt des Trios im Zusammenspiel mit dem Team. „Es ist erst einmal positiv, weil sie noch einmal viel Qualität mitbringen. Aber verständlich, dass sie mit zwei, drei Trainingseinheiten noch nicht in den Abläufen sind, die wir brauchen.“
Verlängern wie Castaneda und Scheller? „Davon weiß ich persönlich nichts …“
Dass Curda selbst dem SCP07 als feste Säule erhalten bleibt, war in der Sommer-Transferphase nicht zu 100 Prozent sicher. Wechselgerüchte, die sich um den Schützen des entscheidenden Tores zum 2:1 in der Relegation gegen Wolfsburg rankten, bestätigten sich aber letztlich nicht. Der Betroffene nimmt es ohne Gefühlsregung. „Ich habe hier ja noch einen Vertrag, war letzte Saison sehr glücklich hier und bin jetzt einfach froh, auch Bundesliga zu spielen.“ Und was lief da mit einem Wechsel zu Mainz 05, das sich mit ihm beschäftigte? „Keine Ahnung, ich weiß selbst nicht, wie nahe der war …“
In den vergangenen zwei Wochen haben die Paderborner mit zwei Leistungsträgern, denen eine verheißungsvolle Zukunft als Profi prophezeit wird, verlängert: Mittelfeldspieler Santiago Castaneda und der derzeitige Abwehrchef Tjark Scheller unterschrieben langfristig – das neue Vertragsende des Duos blieb unveröffentlicht. Eine Kehrtwende hin zu einem neuen Vertrag sieht Curda derweil nicht. „Davon weiß ich jetzt persönlich nichts. Da muss man mal abwarten, bei mir ist das erst einmal kein Thema.“
Stattdessen freut sich der gebürtige Ludwigsburger aber, seit 2023 in Paderborn, anstelle des verletzten Felix Götze (erst Achillessehnenreizung, dann Gehirnerschütterung) die Kapitänsbinde tragen zu können. „Eine tolle Auszeichnung, auch als Stellvertreter. Ein schönes Gefühl, das Vertrauen des Trainers und der Mannschaft zu haben.“
Der Aufsteiger wartet noch auf das erste Tor und den ersten Sieg in der Bundesliga. Zuletzt gegen Freiburg war eine Steigerung erkennbar. Unterdessen bleibt der Klub bei seiner Personalpolitik und verlängerte die Verträge mit Akteuren, die sich in den Vordergrund spielten.
