Kleindienst kritisiert Mitspieler: „Weniger TikTok gucken“ 

Nach zwei Spielen stehen für Borussia Mönchengladbach noch keine Punkte zu Buche. Kapitän Tim Kleindienst fand nach der Niederlage gegen die SV Elversberg mahnende Worte – und nahm seine Kollegen in die Pflicht.

Frust bei Gladbachs Kapitän

Nach der Auftaktniederlage in Leipzig (0:3) hatte es für die Fohlen gegen die SVE nach rund einer Stunde vielversprechend ausgesehen. Durch Joe Scallys Treffer zum 3:1 waren die Hausherren zwischenzeitlich mit zwei Toren in Führung gelegen, doch am Ende sollte auch gegen den Aufsteiger nichts Zählbares herausspringen.

Im Gegensatz zu Scally und Doppelpacker Hugo Bolin wartet Tim Kleindienst noch auf sein erstes Saisontor, was den Kapitän aber selbstverständlich nicht davon abhielt, seinen Unmut über die aktuelle Situation zu bekunden. Die Teamkollegen des 31-Jährigen kamen dabei nicht allzu gut weg.

„Wir sollten mal schleunigst unseren Fokus so hochfahren, dass er auch 90 Minuten hält. Keine Ahnung, woran es liegt, weniger TikTok gucken oder was weiß ich, ist mir eigentlich wurscht, was sie machen“, ärgerte sich Kleindienst am ZDF-Mikrofon und fügte an: „Am Ende sollen sie halt irgendwas machen, dass sie 90 Minuten mal klar bei Verstand sind, durchhalten und den Fokus hochhalten, dass wir auch bis zum Schluss verteidigen und nicht irgendwelche sinnlosen Ballverluste, Fehlpässe und Fouls machen, wo es gefährlich wird.“

Kleindienst forderte in diesem Zuge „klare Aktionen“ und monierte, dass man den Ball zur Not etwa doch „einfach aufs Tribünendach ballern“ sollte. Nur eine Herangehensweise funktioniere aus seiner Sicht definitiv nicht: „So, wie wir es gemacht haben.“

Kleindienst sieht keinen Lerneffekt bei jungen Spielern

Es war nicht das einzige Interview, in dem sich der Mittelstürmer am Samstagnachmittag frustriert präsentierte. So ließ er seinen Gedanken bei DAZN ebenfalls freien Lauf: „Wir schießen drei Tore zu Hause, das sollte gegen einen Aufsteiger reichen. Aber wir waren schon mal in einer Phase, in der wir gar nicht so viele Tore schießen können, wie wir hinten kassieren. Wir haben jetzt sieben Gegentore in zwei Spielen bekommen, da sollten wir uns schon hinterfragen, was wir da hinten eigentlich machen.“

Auf Nachfrage kritisierte Kleindienst auch die jungen Mitspieler, von denen altersmäßig allen voran Wael Mohya (17), Mathieu Nguefack (18) und Jan Leszczynski (19) herausstachen. Ohne Namen zu nennen, erklärte der Kapitän: „Dass die Fehler machen, ist normal, aber nach dem zweiten, dritten, vierten Mal sollte es aufhören. Da muss man innerhalb des Spiels auch mal lernen, und das ist nicht passiert.“

Kleindiensts Abschlussfazit nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel: „Am Ende war das die größte Gülle, die wir da zusammengespielt haben, nachdem wir auch noch das 3:3 kassieren. Ich habe keine Worte dafür, was hier gerade passiert ist.“

 Nach zwei Spielen stehen für Borussia Mönchengladbach noch keine Punkte zu Buche. Kapitän Tim Kleindienst fand nach der Niederlage gegen die SV Elversberg mahnende Worte – und nahm seine Kollegen in die Pflicht. 

 

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