Einen Spieler bekommt der FC Bayern schon mal von der Gehaltsliste: Joao Palhinha zieht es zurück in die Heimat.
Portugiese verlässt Bayern endgültig
Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer, und wenn man ganz besonders auf Zeichen achten möchte, dann wäre jenes im Sommer 2023 eigentlich schon ein starkes gewesen. Vielleicht hatte es ja doch alles einen tieferen Sinn, dass Fulham kurzfristig keinen Nachfolger fand. Und dass Joao Palhinha trotz des schon absolvierten Medizinchecks beim FC Bayern wieder umdrehen und von München zurück nach London fliegen musste.
Die Holding Six, die sich der damalige Trainer Thomas Tuchel so sehr gewünscht hatte, kam erst ein Jahr später, als Tuchel allerdings schon weg war und der Nachfolger Vincent Kompany einen anderen Fußball spielen ließ. Kompany hatte vorher noch mit Palhinha telefoniert, doch als der Portugiese dann tatsächlich für rund 50 Millionen Euro an der Säbener Straße aufschlug, wurde es irgendwie nicht so richtig romantisch.
Für Tottenham erzielte Joao Palhinha sieben Tore
Mal stand Palhinha in der Startelf, meistens kam er als Joker zum Einsatz, manchmal auch gar nicht. Und dann bremste ihn ein Muskelbündelriss, in der Rückrunde kurzzeitig eine (überzogene) Rote Karte gegen Bochum (2:3). Fuß fasste der heute 31-Jährige jedenfalls nie richtig, etwas anders sah das in der Vorsaison während der Leihe nach Nordlondon aus.
Mit den Tottenham Hotspur kämpfte Palhinha zwar gegen den Abstieg, die persönliche Bilanz von 45 Pflichtspielen, sieben Toren und drei Assists konnte sich jedoch sehen lassen. Allein: Die vereinbarte Kaufoption von rund 26 Millionen Euro zog der Premier-League-Klub nicht, weil er sich mit dem Spieler nicht auf ein Gehalt einigen konnte.
Bayern hat Joao Palhinha frühzeitig auf die Transferliste gesetzt
Palhinha kehrte wieder zurück nach München, reiste mit ins Trainingslager an den Tegernsee, reiste mit nach Südkorea und Hongkong. Obwohl die Bayern längst öffentlich kommuniziert hatten, dass sie Tuchels einstigen Wunschspieler unbedingt wieder abgeben wollten, dieses Mal nur langfristig.
Ein zwischendurch angedachter Transfer zu Aston Villa kam nicht zustande, Newcastle United spannte die Muskeln ebenfalls nicht wirklich an. Stattdessen zieht es Palhinha nun zurück in die portugiesische Heimat. Benfica soll im Gesamtpaket rund 20 Millionen Euro zahlen, 14 davon sofort. Kein herausragender Deal für den Rekordmeister, aber irgendwie auch ein unvermeidbarer.
Palhinha ist immer noch ein starker Zweikämpfer, der einer Mannschaft guttun kann. Nur zum FC Bayern hat er eben nie gepasst, weshalb der Marktwert in den vergangenen zwei Jahren natürlich nicht mehr gestiegen ist. Der 37-malige Nationalspieler wechselt ausgerechnet zum Erzrivalen seines Ausbildungsvereins Sporting, mit dem er unter Ruben Amorim einst Meister geworden war. Und die Bayern erhöhen ihr Einnahmenkonto in diesem Sommer auf rund 50 Millionen Euro.
Einen Spieler bekommt der FC Bayern schon mal von der Gehaltsliste: Joao Palhinha zieht es zurück in die Heimat.
