Am Freitagmittag hatte es sich angedeutet, am Abend machte es der SV Werder dann schon offiziell: Ludovit Reis wechselt zu den Norddeutschen und wird zum echten Schnäppchen.
Vier Jahre für den HSV aktiv
Die schon etwas überraschende Rückkehr von Ludovit Reis nach Deutschland sickerte am Freitag durch. Und sie ist durchaus etwas pikant, denn der ehemalige Kapitän des Hamburger SV wechselt ausgerechnet zum SV Werder, dem großen Nord-Rivalen der Rothosen. Am Freitag machte der SVW die Verpflichtung des Mittelfeldmannes dann auch offiziell. Nach Informationen der Deichstube kostet der neue Mann trotz Vertrages bis 2029 bei Club Brügge keine Ablöse.
„Er ist läuferisch sehr stark, gewinnt viele Bälle und strahlt eine gewisse Torgefahr aus. Er ist ein technisch gut ausgebildeter Mittelfeldspieler, der seine Stärken auf der Sechser- oder der Achterposition hat und uns mit seiner Qualität helfen wird“, freut sich Trainer Daniel Thioune auf der Vereinswebsite des SV Werder.
Das Mittelfeldzentrum war eine jener Baustellen der Werderaner, die es noch im Sommertransferfenster zu schließen galt. Besonders nach dem Abgang von Romano Schmid nach Italien zu Frosinone herrschte hier noch Handlungsbedarf. Diese Planstelle ist nun mit dem 26-jährigen Reis, der sowohl auf der Sechs als auch der Acht spielen kann, besetzt.
„Werder ist ein familiärer Klub und die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich solch eine Atmosphäre in einem Verein liebe. Ich hatte nach den Gesprächen mit den Verantwortlichen ein gutes Gefühl und habe richtig Lust auf die neue Aufgabe bei Werder“, so der neue Mann, der mit der Rückennummer 15 auflaufen wird.
Reis kommt ohne Spielpraxis
Für die Bremer nicht ideal ist, dass Reis ohne Spielpraxis an die Weser kommt. Nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer für sechs Millionen Euro von Hamburg nach Brügge erlebte der Mittelfeldspieler keine gute Saison. Auch aufgrund einer Schulterverletzung kam er nur auf zehn Spiele, zuletzt war er bei den Belgiern aussortiert. Sein letztes Pflichtspiel absolvierte er am 16. Januar.
Reis kennt sich in Deutschland bestens aus, spielte zunächst ein Jahr 2. Bundesliga in Osnabrück (Abstieg in der Relegation) und dann vier Jahre im deutschen Unterhaus mit dem HSV. In Hamburg entwickelte er sich zur festen Stütze seines Teams, lief 129-mal auf und schoss 20 Tore. 2025 verabschiedete sich Reis, der teilweise sogar die Kapitänsbinde trug, mit dem Aufstieg aus Hamburg.
Nun schlägt er ein neues Kapitel bei HSV-Nordrivale Werder Bremen auf, wo er seine ersten Spiele in der Bundesliga absolvieren wird.
Am Freitagmittag hatte es sich angedeutet, am Abend machte es der SV Werder dann schon offiziell: Ludovit Reis wechselt zu den Norddeutschen und wird zum echten Schnäppchen.
