Stuttgarter Trainingslager ohne Seimen und El Khannouss – aber mit Prömel 

Stuttgart hat sein Trainingslager extra so spät gelegt, damit der komplette Kader dabei sein kann. Doch in Grassau fehlen zwei Protagonisten: Dennis Seimen und Bilal El Khannouss.

Marokkaner hat noch Urlaub

Dass die neue Nummer 1 der Schwaben und Rechtsverteidiger Lorenz Assignon im Bayrischen nicht zur Reisegruppe zählen, wo sich Cheftrainer Sebastian Hoeneß einen wichtigen Schritt in der Vorbereitung auf die neue Saison verspricht, ist Pech. Der Franzose kuriert seine Schulteroperation aus der Sommerpause in seiner Heimat aus. „Dort gibt es eine sehr gute Möglichkeit für ihn, an seiner Schulter zu arbeiten“, erklärt Hoeneß. „Zum Saisonstart wird er zwar nicht dabei sein. Aber dann geht es relativ schnell. Das ist aber natürlich auch abhängig vom Verlauf.“

Reha-Training in Stuttgart und Frankreich

Das gilt auch für Dennis Seimen. Die Oberschenkelverletzung des Keepers, der als designierte Stammkraft für Alexander Nübel von Leihklub Paderborn zurückgeholt wurde, lässt keine normale Trainingsbelastung zu. Der 20-Jährige ist mit seinem Reha-Plan in Stuttgart besser aufgehoben. Ob er vielleicht eine kleine Stippvisite beim Teamabend in Grassau einlegt, ist offen. Je nach Heilungsverlauf wird mit der Rückkehr des U-21-Nationalspielers ebenfalls spätestens Ende September gerechnet.

Ursprünglich geplant war, dass weitgehend der komplette Kader mit nach Grassau reist, wo der Traditionsklub bereits vor den Spielzeiten 2016/17, 2017/18 und 2018/19 zu Gast war. Vor allem inklusive aller Nationalspieler und WM-Fahrer, die noch Urlaub hatten. Bis auf Bilal El Khannouss sind auch alle zurück. Der Marokkaner, der mit seinem Heimatland bei den Weltspielen das Viertelfinale erreichte, wo gegen Frankreich (0:2) Endstation war, fehlt. Weitere Verpflichtungen mit der Nationalmannschaft nach dem WM-Aus sorgten für eine Verzögerung. Mit der Folge, dass El Khannouss erst in der kommenden Woche zurückerwartet wird. Und auch dann ist offen, wie es mit dem Mittelfeldmann weitergeht, der mit einem Wechsel liebäugelt.

Prömel lässt sich Grassau nicht nehmen

Grischa Prömel lässt sich die Woche in Grassau nicht nehmen. Der Neuzugang aus Hoffenheim hatte sich am Freitag eine Wadenprellung zugezogen, die ihn daran hinderte, am Testspiel gegen den FC Paris (2:2) mitzuwirken. Der 31-Jährige möchte sich einen Startplatz sichern und am besten keine Einheit verpassen, deren Inhalte in dieser Woche Sebastian Hoeneß so beschreibt: Der 44-Jährige will „wie immer so komplex wie möglich trainieren“. Mit dem Blick auf alle Phasen eines Spiels, offensiv, defensiv, mit und ohne Ball, in unterschiedlichen Formationen und Ausgangslagen.

„Wir haben immer die Idee, alle Phasen abzubilden.“ Im bisherigen Vorbereitungsverlauf habe man sich „viel mit dem Ball beschäftigt“. Weniger gegen den Ball. „Da haben wir noch nicht wirklich etwas gemacht. Es kann also sein, dass eine Akzentuierung in diese Richtung kommt.“

 Stuttgart hat sein Trainingslager extra so spät gelegt, damit der komplette Kader dabei sein kann. Doch in Grassau fehlen zwei Protagonisten: Dennis Seimen und Bilal El Khannouss. 

 

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