Wenn die TSG am Sonntag offiziell die neue Saison einläutet, stehen auch einige der zuletzt 13 verliehenen Spieler wieder auf der Matte. So plant Hoffenheim, den Engpass zu organisieren.
Wie geht es mit Leih-Rückkehrern weiter?
Nur ein einziger der zuletzt 13 Kandidaten starken Fraktion der Hoffenheimer Leihspieler ist fest für die neue Saison eingeplant. Das ist der offensive Mittelfeldspieler Bambasé Conté, der nach einem mit dem Bundesliga-Aufstieg gekrönten Abstecher nach Elversberg nun auch bei seinem Stammverein aufblühen soll.
Zwar haben sich die restlichen Reihen schon etwas gelichtet, dennoch sind am Sonntag zum Trainingsbeginn (15 Uhr in Zuzenhausen) etliche Spieler wieder am Start, die in den Planungen von Cheftrainer Christian Ilzer keine Rolle spielen. Deshalb arbeitet Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker weiter fieberhaft an der Verschlankung des Aufgebotes, überwiegend ist der Abverkauf der zweiten Reihe vorgesehen.
Tabakovic und Behrens vor dem Verkauf
So steht wie berichtet der zuletzt nach Gladbach verliehene Stürmer Haris Tabakovic unmittelbar vor einem Transfer nach Österreich zu Red Bull Salzburg. Der 31-Jährige dürfte rund fünf Millionen Euro einbringen und unter den aktuellen Vorzeichen am Sonntag kein Hoffenheimer mehr sein. In einer vergleichbaren Größenordnung bahnt sich auch der finale Wechsel von Hennes Behrens zum FC Augsburg an, demnach käme das Eigengewächs nach seiner Leihe nach Heidenheim nun nur noch auf einen Sprung und zum Abschied in Hoffenheim vorbei.
Kein Wiedersehen gibt es dem Vernehmen nach mit Attila Szalai (28), der Innenverteidiger war bereits nach Freiburg, nach Lüttich, an Kasimpasa und zuletzt an Pogon Stettin verliehen, nun läuft es auf eine endgültige Übernahme des Ungarn seitens der Polen hinaus. Sicher für kleines Geld. Damit bleibt der vor drei Jahren für zwölf Millionen Euro von Fenerbahce geholte Szalai ein enorm kostspieliger Irrtum. Für den ebenso teuren Flop Stanley Nsoki hatte Hoffenheim jüngst wenigstens noch 1,5 Millionen Euro Ablöse von Union Berlin erhalten, das den Franzosen zuvor ausgeliehen hatte.
Tohumcu, Chaves, Yardimci, Geiger melden sich zum Dienst
Direkt weiterverliehen wurden indes bereits Torhüter Nahuel Noll nach Bremen (zuletzt Hannover) sowie gemeinsam nach Lustenau die beiden nigerianischen Talente Precious Benjamin (zuvor Altrach) und Emmanuel Chukwu (zuletzt Wolfsberg). Zumindest noch nicht taucht am Sonntag deren Landsmann Gift Orban auf. Der zuletzt an den italienischen Erstliga-Absteiger Hellas Verona verliehene Stürmer weilt noch eine weitere Woche im Sommerurlaub, aktuell bahnt sich für den Zehn-Millionen-Flop keine Lösung an.
Neben Conté und vermutlich Behrens werden sich demnach am Sonntag zumindest vorübergehend jedenfalls die Rückkehrer Umut Tohumcu (zuletzt Kiel), Arthur Chaves (zuletzt Augsburg), Erencan Yardimci (zuletzt Braunschweig) und Dennis Geiger (zuletzt Aberdeen) zum Dienst zurückmelden. Gerade im Fall Geiger ein sensibles Thema. Schließlich war das vor einem Jahr kategorisch aussortierte Eigengewächs damals schon von der Mannschaft separiert worden und hatte seinerzeit gemeinsam mit Florian Grillitsch und Mergim Berisha gesondert trainiert. Auch diesmal läuft es bei Geiger wohl auf ein individuelles Programm hinaus, auch Orban dürfte sich nach seinem Urlaubsende dazugesellen. Bei Geiger zeichnet sich aktuell keine konkrete Lösung ab.
Unterdessen kommt zumindest im Fall von Chaves Bewegung rein. Nach kicker-Informationen zeigen Klubs aus der Heimat Interesse an dem gebürtigen Brasilianer, den die TSG vor zwei Jahren für sechs Millionen Euro vom portugiesischen Partnerklub Academico Viseu verpflichtet hatte. So zeigen der FC Sao Paulo sowie die Klubs aus Rio de Janeiro, Botafogo und Vasco da Gama, Interesse an dem 25-Jährigen, der in der Rückrunde in Augsburg immerhin auf 15 Einsätze gekommen war. Chaves wird auf etwa sechs bis sieben Millionen Euro taxiert.
Wenn die TSG am Sonntag offiziell die neue Saison einläutet, stehen auch einige der zuletzt 13 verliehenen Spieler wieder auf der Matte. So plant Hoffenheim, den Engpass zu organisieren.
