Die Meldung kam zum Start ins Wochenende aus heiterem Himmel: Laut Berichten aus Italien zeigt die AC Mailand Interesse an Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche. Bei der Eintracht geht man mit der brodelnden Gerüchteküche vorerst gelassen um.
Keine Ausstiegsklausel im Sommer
Richtig zur Ruhe kommt Eintracht Frankfurt auch in der Sommerpause nicht. Während der geplante Wechsel von Nationalspieler Nathaniel Brown zum FC Bayern immer konkretere Formen annimmt, tauchte am Wochenende plötzlich die Meldung auf, Markus Krösche könnte die Hessen in Richtung Mailand verlassen. Auf kicker-Nachfrage wollte der Sportvorstand am Samstag nichts dazu sagen. Damit lässt er bewusst Raum für Spekulationen.
Im Aufsichtsrat der Fußball AG gibt man sich nach kicker-Recherchen aktuell noch gelassen. In dem Gremium sorgte das kolportierte Interesse der AC Mailand am Wochenende ebenfalls für Erstaunen, da ging es den Aufsichtsräten nicht anders als der breiten Öffentlichkeit. Wollte Krösche die Hessen zwei Jahre vor Vertragsende vorzeitig verlassen, müsste er an den Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden Mathias Beck herantreten. Das ist bis Sonntagmittag nicht geschehen. Allerdings ist auch nicht davon auszugehen, dass Krösche in einem frühen Stadium der Gespräche den Aufsichtsrat bereits involvieren würde.
Ohne Krösche droht ein Worst-Case-Szenario
In diesem Sommer verfügt der Manager über keine Ausstiegsklausel, die Ablöse müsste frei verhandelt werden. Als Krösches Vorgänger Fredi Bobic vor fünf Jahren zu Hertha BSC wechselte, flossen etwa 2,5 Millionen Euro Ablöse. So „günstig“ wäre Krösche nicht zu haben. Doch die Eintracht könnte ihren Sportvorstand kaum festbinden, sollte er in der näheren Zukunft tatsächlich auf einen Abschied drängen. Das wäre vor dem Hintergrund der anstehenden umfangreichen Kaderumbauten ein Worst-Case-Szenario und würde den Klub erschüttern.
Krösche selbst hatte kürzlich keinen Zweifel daran gelassen, die Eintracht nach einem enttäuschenden Spieljahr wieder auf Kurs bringen zu wollen. „Ich bin keiner, der wegläuft“, sagte er in einer Pressekonferenz nach der Saison und betonte: „Da muss man gemeinsam durch, die richtigen Entscheidungen treffen, anpacken und weitergehen.“
An diesen Worten muss er sich messen lassen. Nichtsdestotrotz wäre es nachvollziehbar und legitim, sich andere Angebote zumindest einmal anzuhören. Es gibt Schlimmeres, als mit einem Weltklub wie der AC Mailand in Verbindung gebracht zu werden. Selbst wenn dort aktuell Unruhe und Chaos herrschen.
Auch losgelöst von den aktuellen Gerüchten ist klar: Krösche wird der Eintracht nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag erhalten bleiben. Darauf sollte sich der Klub vorbereiten. Ein möglicher Nachfolger aus den eigenen Reihen ist nicht in Sicht. Sportdirektor Timmo Hardung ist von Krösche geholt worden und wird von ihm ungeachtet der lauter werdenden Kritik protegiert. Die Fußstapfen seines Förderers könnte er im Fall der Fälle nicht ausfüllen.
Die Meldung kam zum Start ins Wochenende aus heiterem Himmel: Laut Berichten aus Italien zeigt die AC Mailand Interesse an Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche. Bei der Eintracht geht man mit der brodelnden Gerüchteküche vorerst gelassen um.
