Werder Bremen blickt trotz des Klassenverbleibs auf eine enttäuschende Saison zurück. Im letzten Spiel gegen Dortmund geht es darum, die Bilanz in den Topspielen auszubessern und ein Quartett um Bittencourt zu verabschieden.
Trainer hängt Bremens Ligaverbleib nicht zu hoch
Werder Bremen empfängt zum Saisonfinale den bereits feststehenden Vizemeister aus Dortmund. Durch St. Paulis 1:2-Niederlage in Leipzig wurde die Klasse ohne eigenes Zutun gehalten. Auf die Frage, ob auch hinsichtlich der WM-Ambitionen einiger Akteure aufgestellt wird, warf Cheftrainer Daniel Thioune ein, dass das letzte Saisonspiel kein Schaulaufen sei. Sicher ist, dass Yukinari Sugawara, der für Japans WM-Kader nominiert worden ist, nach seiner Roten Karte beim 0:1 in Hoffenheim nicht auflaufen darf.
Ansonsten wird es im Rahmen des letzten Heimspiels zu einigen Verabschiedungen kommen. Neben dem Ende der siebenjährigen Zeit von Leonardo Bittencourt, für den es auch ohne Mannschaftstraining voraussichtlich für ein paar Minuten Einsatzzeit reichen dürfte, verlassen die Leihspieler Victor Boniface, Maximilian Wöber und Isaac Schmidt den Verein im Sommer. Zu weiteren Personalien wollte sich Thioune auf der Pressekonferenz nicht äußern, auch für Pressesprecherin Marita Hanke heißt es nach über 30 Jahren adieu.
Im letzten Spiel gehe es sportlich noch einmal darum, „zu zeigen, dass wir vielleicht doch mehr können, als nur Platz 15 und gegen die Topmannschaften zu verlieren.“ In Hoffenheim sei der kämpferische Einsatz toll gewesen, zuvor gab es sogar ein 1:1 beim VfB Stuttgart. „Ein, zwei Tore haben wir jetzt auch schon schießen dürfen und jetzt kommt mit dem Vizemeister natürlich die nächste Aufgabe.“
„Waren nicht viele Möglichkeiten da, selbst eine Idee mit einzubringen“ (Daniel Thioune)
Zur geklärten Ligazugehörigkeit in der vergangenen Woche machte Thioune jedoch klar, „es gab nichts zu feiern, nur vielleicht ein bisschen durchatmen“, auch da zum Anfang der Spielzeit eher „der Schritt nach Europa“ der Wunsch gewesen wäre. Es sei eine „sehr, sehr schwierige Saison“ gewesen, inklusive einer langen Abwärtsspirale. Die konnte zwar durch das immens wichtige 2:0 gegen Heidenheim beendet werden, doch Thioune stellte fest: „Wir haben keine Bäume ausgerissen“ und zählte sich explizit dazu.
So sei es ihm nicht gelungen, nach der Trennung von Horst Steffen im Februar seine Spielidee komplett auf das Team zu übertragen. In der kommenden Spielzeit gilt für den ehemaligen Mittelfeldspieler daher: „Es ist viel schöner, den Ball am Fuß zu haben als über dem Kopf.“ Daher soll Werder in Zukunft öfter flach die Linie anspielen und „bevor es zurückgeht, zuerst die Lösung in der Tiefe suchen“, frei nach dem Motto: „Eher tief vor breit.“ Vielleicht darf sich der SVW dann auch wieder den Schritt nach Europa wünschen.
Werder Bremen blickt trotz des Klassenverbleibs auf eine enttäuschende Saison zurück. Im letzten Spiel gegen Dortmund geht es darum, die Bilanz in den Topspielen auszubessern und ein Quartett um Bittencourt zu verabschieden.
