Fabio Silva trifft mal wieder für Borussia Dortmund. Der Portugiese will nach schwierigen Monaten endlich ankommen und seinen Platz im BVB-Angriff festigen – auch wenn er sich nicht nur nach Toren misst.
Dortmunds Portugiese trifft und erklärt seine Rolle
Ganz so gradlinig war der Weg zum zweiten Treffer nicht, aber gradlinig ist ohnehin kein wirkliches Markenzeichen von Fabio Silva. Der Dortmunder Stürmer hat mit seinen 23 Jahren schon einen umfangreichen Weg durch den europäischen Profi-Fußball hinter sich, war seit dem Abgang von seinem Stammverein FC Porto bei fünf verschiedenen Klubs in vier Ländern, bevor er in Deutschland und bei Borussia landete.
Und auch beim BVB war es nicht immer einfach. Eine Verletzung zum Zeitpunkt des Wechsels am Ende der vergangenen Sommer-Transferperiode verhinderte einen schnellen Start, seitdem pendelt Silva zwischen einer Jokerrolle und gelegentlichen Startelf-Einsätzen.
Nicht immer in den Abschluss-Räumen
Selbst auf dem Platz sind die Wege nicht immer vorgegeben. Der einmalige Nationalspieler ist kein Strafraumstürmer, sondern einer, der lieber im Zehnerraum auftaucht, mit kombiniert und einleitet. Einer, der deswegen aber auch nicht immer sofort in den aussichtsreichen Räumen für einen erfolgreichen Abschluss auftaucht.
Das unterstreicht auch der Blick auf die Scorerwerte. Zwei Ligatreffer in 25 Spielen sind für einen Angreifer keine gute Quote, auch wenn die Einsätze oft kurz waren. Sechs Vorlagen dagegen beweisen den Wert von Silva, der sich eben nicht nur in Toren misst. Der Portugiese ist ein mitspielender Offensiver, der oft ungewohnt uneigennützig ablegt, statt selbst abzudrücken.
Die Quote ist nicht gut
Und doch misst sich auch Silva in eigenen Erfolgserlebnissen. Inklusive eines Treffers beim FC Kopenhagen in der Champions League drei Treffer in insgesamt 36 Pflichtspielen sind wenig, zu wenig. Der Frust war ihm zwischenzeitlich anzumerken, auf dem Platz nach vergebenen Möglichkeiten, abseits des Platzes, wenn es um diese Quote ging.
Gegen Freiburg war er es mal wieder, der gefeiert wurde, wenn auch nicht alleine. Nach einer flachen Hereingabe von Daniel Svensson flipperte der Ball ein wenig umher, bis er am Ende für Silva richtig lag, der ihn aus seiner Sicht rechts unten versenkte. Das 4:0, kein entscheidender Treffer, aber vielleicht einer, der den Knoten beim Angreifer löst.
„Manchmal braucht man mehr Zeit“
„Ich denke, alle sehen, dass ich mehr als ein Spieler bin, der nur Tore schießt“, befand der Profi danach: „Ich denke, alle sehen, wie ich spiele.“ Klar, ein Tor sei „das beste Gefühl für einen Stürmer“, aber „manchmal kommen die Dinge nicht, und manchmal braucht man mehr Zeit“.
Diese Anlaufzeit soll nun vorbei sein, gerade mit Blick auf die kommende Saison, in der Silva eine größere Rolle spielen will. Tore nach einem geplatzten Knoten sind dabei das beste Mittel, und seien sie noch so wenig gradlinig.
Fabio Silva trifft mal wieder für Borussia Dortmund. Der Portugiese will nach schwierigen Monaten endlich ankommen und seinen Platz im BVB-Angriff festigen – auch wenn er sich nicht nur nach Toren misst.
