Es war ein schweres Auswärtsspiel für den 1. FC Köln, am Ende aber ergatterte sich der Effzeh doch noch einen Punkt am Millerntor. In der Schlussphase lastete die Verantwortung auf den Schultern des Elfmeterschützen, der nicht Said El Mala hieß.
Wichtiger Punkt für Köln
„Es war schwer, wieder irgendwie ins Spiel zu kommen. Von daher sind wir, glaube ich, sehr glücklich mit dem Punkt“, bilanzierte ein sichtlich gut gelaunter Luca Waldschmidt nach dem Unentschieden beim FC St. Pauli am Sky-Mikrofon.
Der Stürmer, der in der 79. Minute eingewechselt worden war, hatte großen Anteil am wichtigen Punktgewinn, durch den die Kölner den Vorsprung von fünf Zählern auf den Relegationsplatz wahrten. Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung hatte Waldschmidt den entscheidenden Elfmeter zum 1:1-Endstand verwandelt – obwohl er doch eigentlich gar nicht als Schütze vorgesehen war.
Noch während des VAR-Checks von Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck, verriet der Kölner Torschütze, hatte Said El Mala „im Mittelfeld gefragt, ob ich ihn nehme.“ Der 19-Jährige war im Vorfeld eingeteilt gewesen und hatte selbst erst in der Vorwoche gegen Bremen (3:1) noch souverän einen Strafstoß verwandelt. Dennoch hatte er den Ball freiwillig überlassen und diesen nur noch einmal im FCSP-Strafraum in die Hand genommen, um „kurz ein bisschen Verwirrung zu stiften“, entschlüsselte Waldschmidt den „smarten Move“.
Der Linksfuß übernahm daraufhin die Verantwortung vom Punkt, verlud Nikola Vasilj und setzte den Ball halbhoch ins rechte Eck. Genauso hatte er sich das vorgestellt: „Ich bin ganz klar ran und habe gesagt: Das ist meine Ecke, die nehme ich mir. Keine großen Experimente bei der Wichtigkeit“, stellte Waldschmidt klar.
FC unter Wagner weiter ungeschlagen
Auch für René Wagner war das vierte Saisontor des 29-Jährigen von großer Bedeutung, blieb der FC dadurch doch auch im dritten Spiel unter dem Interimstrainer ungeschlagen. Bei vier verbleibenden Partien befinden sich die Kölner auf dem besten Wege, in der nächsten Saison weiterhin im deutschen Oberhaus zu spielen.
- Das Restprogramm der 18 Bundesligisten
Dass Wagner seinen Spielern vertraut, zeigte sich am Freitagabend wieder, als er zur Elfmeter-Übergabe befragt wurde: „Großen Respekt an Said, in der Situation den Ball abzugeben, und ich freue mich für Luca, dass er ihn dann reingehauen hat“, erklärte der 37-Jährige und fügte an: „Die Jungs müssen am Ende auf dem Platz entscheiden, ob sie sich gut fühlen. Wenn wir einen einteilen, der sich nicht gut fühlt, und ihn in eine Situation drängen, die er gar nicht möchte, dann wäre uns auch nicht geholfen“.
Es war ein schweres Auswärtsspiel für den 1. FC Köln, am Ende aber ergatterte sich der Effzeh doch noch einen Punkt am Millerntor. In der Schlussphase lastete die Verantwortung auf den Schultern des Elfmeterschützen, der nicht Said El Mala hieß.
