Wagner erklärt El Malas angepassten Auftrag – Sonderlob für Waldschmidt 

Im Abstiegskampf setzt René Wagner beim 1. FC Köln auf eine offene Kommunikation und, ähnlich wie Julian Nagelsmann beim DFB, eine klare Rollenverteilung. Said El Mala möchte er unberechenbarer machen.

Klare Rollen für FC-Profis

In Frankfurt (2:2) hatte Said El Mala noch ein wenig mit seiner Position gefremdelt und fast ratlos gewirkt, als er zwischenzeitlich um Instruktionen bittend zur Bank gelaufen war. Beim 3:1 gegen Werder Bremen sah es schon besser aus. Zwar blieb der 19-Jährige – abseits von seinem stark verwandelten Elfmeter – erneut etwas glücklos, war beispielsweise nur in einem seiner sechs Dribblings erfolgreich, doch er war mehr eingebunden.

Anschließend hob El Mala das große Vertrauen hervor, das er von seinem Coach spüre. Etwas, das René Wagner natürlich freut. „Ich glaube, dass viele Spieler im Moment einfach die offene Kommunikation gut finden. Das werde ich weiter beibehalten, weil wir aktuell in einer Phase sind, in der ich finde, dass man mit vielen Spielern sprechen muss.“

Wagner führt Waldschmidt als Beispiel an

Dabei erinnert Wagners Ansatz ein Stück weit an Julian Nagelsmann. „Wir haben gewisse Rollen, die verteilt wurden, die auch eingehalten werden müssen, und da müssen alle ihren Beitrag leisten.“ Etwas, wovon auch der Nationaltrainer mit Blick auf die Weltmeisterschaft immer wieder spricht. Wagner betont dabei aber: „Rollenverständnis bedeutet nicht, dass jemand nur ein Spieler von der Bank oder nur jemand, der beginnt, ist.“ Viel mehr gehe es darum, im jeweiligen Spiel seine Rolle zu erfüllen. „Und in der Rolle muss man wachsen, sich weiterentwickeln und dann auch versuchen, immer wieder seine Leistung zu bringen, um diese Rolle auch mal zu verändern.“

Wagners Positivbeispiel heißt in dem Fall Luca Waldschmidt, der in den vergangenen beiden Spielen frischen Wind von der Bank brachte. „Er reißt sich seit ich hier bin in jedem Training den Allerwertesten auf, wird immer, wenn er reinkommt, gefährlich und bringt immer positive Energie. Das ist das, was ich von den Jungs erwarte.“ Denn im Schlussspurt des Abstiegskampfes gehe es nur gemeinsam.

El Mala rückt nominell mehr ins Zentrum

El Malas entsprechende Rolle im Mannschaftsgefüge hatte Wagner gleich bei seiner ersten Pressekonferenz klargemacht, indem er sagte, das Trainerteam tue sich aktuell keinen Gefallen, ihn nicht in der Startelf zu haben. Inhaltlich aber musste sich auch der Top-Scorer des Aufsteigers umstellen.

Denn dessen Rolle auf dem Feld sieht Wagner etwas anders als sein Vorgänger. Unter Lukas Kwasniok war der Tempodribbler zumeist über die für ihn gewohnte linke Seite gekommen, unter Wagner wird er nominell im 4-2-2-2 als zweite Spitze links neben Ragnar Ache aufgeboten.

„Ich mag ihn im Übergang aktuell gern neben Ragnar, weil wir dann immer die Chance haben, über einen langen Ball auf Ragnar gefährlich hinter die Linie zu kommen“, erklärt Wagner den Zug mit der Kopfballstärke Aches, der die Kugel immer wieder in Luftduellen verlängern kann. „Ich glaube, das tut Said gut.“

„Er muss aufpassen, dass er nicht zu eindimensional in seinem Spiel ist.“ (René Wagner über Said El Mala)

Zudem wünscht sich der Interimscoach mehr Flexibilität. „Ich möchte einfach, dass er nicht nur außen steht und auf seine Situation wartet, sondern auch mal von innen tief gehen kann.“ Gleichzeitig soll er sich seine Szenen in seinem Lieblingsbereich, dem linken Flügel, aber trotzdem immer wieder suchen. „Er hat es gegen Bremen jetzt schon echt gut gemacht“, lobt Wagner. „Das war ein guter Mix zwischen Doppelspitze mit Ragnar und nach außen ausweichen, um sich seine Situationen zu holen.“

An dieser Vorgabe möchte der Trainer auch für die kommenden Wochen festhalten. El Mala soll „unberechenbarer“ sein. „Er kann mit seiner Geschwindigkeit und seinem Dribbling für jeden Gegner unfassbar gefährlich werden. Er muss aber aufpassen, dass er nicht zu eindimensional in seinem Spiel ist.“

„Riesenchance“ bei St. Pauli

Am Freitagabend wird sich El Mala erneut in seinen angepassten Auftrag einarbeiten dürfen. Dann gastiert der FC im Abstiegskampf beim direkten Konkurrenten FC St. Pauli. „Die Jungs wirken noch einen Tick fokussierter, weil sie einfach wissen, dass wir jetzt eine Riesenchance haben“, teilt Wagner seinen Eindruck von der Mannschaft vor dem Spiel, das die Abstiegssorgen in weite Ferne rücken könnte. „Und die Chance wollen wir gemeinsam nutzen.“ Jeder in seiner zugeteilten Rolle.

 Im Abstiegskampf setzt René Wagner beim 1. FC Köln auf eine offene Kommunikation und, ähnlich wie Julian Nagelsmann beim DFB, eine klare Rollenverteilung. Said El Mala möchte er unberechenbarer machen. 

 

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