101 Tore erzielte der FC Bayern in der Saison 1971/72. Dieser bis heute gültige Rekord wird von seinem aktuellen Team bald pulverisiert. Der Sportdirektor erklärt, warum es dazu kommen wird.
„Verrückte“ Zahlen
„Es macht Spaß, Euch zuzuschauen“, verabschiedete sich Eishockey-Superstar Leon Draisaitl beim Gang aus der Allianz-Arena von Bayerns Sportvorstand Max Eberl und wünschte Glück für die entscheidende Saisonphase. Der gebürtige Kölner und FC-Fan Draisaitl fehlt seinen Edmonton Oilers derzeit verletzt, lässt sich in München behandeln und nutzte die Gelegenheit, gemeinsam mit seinem Vater Peter am Samstag das 4:0 der Bayern gegen Union Berlin anzuschauen.
Draisaitl fühlte sich auch deshalb gut unterhalten, weil das 4:0 Union schmeichelte, die Bayern insgesamt 15 teils hochkarätige Chancen herausspielten und schon in dieser Partie den ewigen Torrekord innerhalb einer Bundesliga-Saison hätten einstellen können. Der liegt bei 101 Treffern aus der Saison 1971/72, natürlich vom FC Bayern um Gerd Müller aufgestellt. Bei mittlerweile 97 Toren 2025/26 stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob, sondern wann die Münchner diese Bestmarke pulverisieren. Vielleicht schon im Auswärtsspiel beim SC Freiburg nach dem Länderspiel-Break?
Zur Einordnung: 97 Treffer nach 27 Spieltagen sind Rekord, Joshua Kimmich findet ihn „verrückt“. Und was für Rekord. Bestwert zu diesem Zeitpunkt waren bislang Bayerns 81 aus der Spielzeit 2021/22. Ganz nah kamen die Münchner ihrem Rekord übrigens im Triple-Jahr 2019/20, als Thomas Müller beim 4:0 in Wolfsburg am letzten Spieltag in der 79. Minute das 100. Saisontor erzielte, bis zum Schlusspfiff aber kein weiteres folgte. 1972 war Uli Hoeneß beim meisterlichen 5:1 gegen Schalke der Schütze des 100. Tors. Wer wird es nun? Harry Kane? Luis Diaz? Michael Olise? Oder doch ein „Außenseiter“?
Hochgerechnet stünden am Ende 122 Tore
Bislang erzielte die Mannschaft von Vincent Kompany in dieser Saison 3,59 Tore im Schnitt pro Partie. Hochgerechnet wären dies am Saisonende schier unfassbare 122. Realistisch? Zumindest nach den Länderspielen dürfte der Trainer in Freiburg weitgehend seine Bestbesetzung aufbieten, um sie für das Hinspiel bei Real Madrid drei Tage danach einzuspielen.
Dann jedoch dürfte er mit Blick auf das Polster von neun Punkten in der Liga und mit lauter englischen Wochen auch kräftig rotieren. Andererseits trifft sein Team an den verbleibenden sieben Spieltagen auf die letzten fünf der Tabelle, da sind reichlich Tore fast garantiert, egal in welcher Besetzung. Und die Mannschaft ist hungrig auf Tore, extrem.
„Die Torausbeute ist unglaublich und nur möglich, weil die Jungs immer Gas geben bis zum Schluss“, erklärte Christoph Freund nach dem Sieg gegen Union. Der Sportdirektor fügte an: „Der Rekord wird fallen. Das ist etwas Besonderes und Historisches, das ewig in Erinnerung bleiben wird.“ Wenn schon der Titelkampf in der Bundesliga nicht spannend ist, dann wenigstens diese Rekordjagd.
101 Tore erzielte der FC Bayern in der Saison 1971/72. Dieser bis heute gültige Rekord wird von seinem aktuellen Team bald pulverisiert. Der Sportdirektor erklärt, warum es dazu kommen wird.
