Der VfL Wolfsburg entfernt im Abstiegskampf potenzielle Störfeuer. Nun musste der Fitnesscoach Christian Clarup gehen – Trainer Dieter Hecking erklärte diese Entscheidung vor dem Spiel bei der TSG Hoffenheim.
Drei Wolfsburger Rückkehrer gegen Hoffenheim
Es ist keine Zeit mehr zu verlieren, davon hat der VfL Wolfsburg in dieser Saison ohnehin schon viel zu viel verplempert. Und auch Kompromisse sind im Bundesliga-Abstiegskampf nicht mehr drin. Dieter Hecking ist gekommen, um den Tabellenvorletzten vor dem Abstieg zu bewahren, entsprechend greift der neue Trainer durch. Am Donnerstag trennte sich der Klub von seinem „Head of Performance“ Christian Clarup.
Ex-Boss Christiansen hatte Clarup nach Wolfsburg gelotst
Viele hatten sich ohnehin gewundert, dass der Däne nicht schon parallel zu seinem Landsmann Peter Christiansen von seinen Aufgaben entbunden wurde, der Geschäftsführer hatte den Fitnesscoach im vergangenen Sommer nach Wolfsburg gelotst. Schon früh in der Saison war Clarup intern umstritten, ein paar Tage lang hat sich Hecking nun ein Bild von dem 43-Jährigen gemacht – und schnell einen Schlussstrich gezogen.
„Da ist sehr viel vorbelastet aus der Vergangenheit, und das spürt man irgendwo in den Abläufen“, erklärt der Trainer diese Maßnahme nach erst vier Tagen im Amt. In dieser Zeit hatte es bereits „ein, zwei Diskussionen“ mit Clarup gegeben, der mit seiner Art „vielleicht manchmal über das Ziel hinausgeschossen ist“. Hecking betont: „Nichts gegen die Qualität von Christian, aber wir müssen Störfeuer und viel Negatives beiseiteschieben, um auch den Jungs und den Mitarbeitern das Alibi zu nehmen, dass es leistungshemmend wäre.“
Denn Leistungshemmer kann sich der VfL neun Spieltage vor Schluss bei bereits vier Punkten Rückstand zum rettenden Ufer nicht mehr erlauben. Schon zuletzt hatte sich der Klub von einem Koch und einem Busfahrer getrennt, hinzu kamen am vergangenen Wochenende die Rauswürfe von Boss Christiansen und Trainer Bauer.
„Die Reihen schließen“, das hatte Hecking schon bei seinem Amtsantritt zu Wochenbeginn gefordert, um den Fokus voll und ganz auf die Rettung richten zu können. Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) kehrt der Trainer mit dem VfL bei der TSG Hoffenheim auf die Bundesliga-Bühne zurück, verzichten muss er dabei neben den Langzeitverletzten auch auf den erkrankten Aaron Zehnter und Mattias Svanberg (Knie).
Wimmer, Wind oder Maehle – einer könnte in der Startelf stehen
Hoffnung besteht noch, dass Kapitän Maximilian Arnold (Leiste) zumindest mitreisen kann; in den Kader kehren mit Patrick Wimmer, Jonas Wind und Joakim Maehle gleich drei potenzielle Startelfspieler zurück. Einer von ihnen, verrät Hecking, könne vielleicht sogar schon in der Anfangsformation stehen. Wer es ist, will der 61-Jährige aber noch nicht verraten.
Der VfL Wolfsburg entfernt im Abstiegskampf potenzielle Störfeuer. Nun musste der Fitnesscoach Christian Clarup gehen – Trainer Dieter Hecking erklärte diese Entscheidung vor dem Spiel bei der TSG Hoffenheim.
