Am Samstag hat der 1. FC Union Berlin im Stadion an der Alten Försterei Bayer Leverkusen zu Gast. Obwohl der Kontrahent favorisiert ist, soll die Negativserie der Eisernen von sieben Spielen ohne Sieg enden.
Union will die Sieglos-Serie beenden
Am Mittwochabend hat Steffen Baumgart einen Teil seiner Arbeit auf der Couch erledigt, wie er sagt. Der Trainer des 1. FC Union Berlin hat zu Hause das Champions-League-Playoff-Duell Olympiakos Piräus gegen Bayer Leverkusen (0:2) verfolgt. Aus gutem Grund: Der Deutsche Meister von 2024 ist am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) Gast beim Bundesligaspiel in Berlin-Köpenick.
Baumgart hat seinen Angaben zufolge bei seinen TV-Studien primär das bestätigt bekommen, was er über den kommenden Gegner der Eisernen schon wusste. Bayer sei eine Mannschaft „mit absoluter Ballsicherheit“, so der 53-Jährige, ein Team, das „die Fehler vom Gegner richtig ausnutzt“ und eben keine Mannschaft, „die den Ball leichtfertig nach vorne spielt“. Als neutraler Zuschauer sei das Leverkusener Spiel „sehr gut anzusehen“, so Baumgart weiter.
Rückendeckung für Ilic
Nun ist Baumgart am Samstag aber nicht neutral, sondern der Coach der Berliner will mit seiner Mannschaft die Negativserie dieses Jahres beenden. Sieben Spiele haben die Eisernen nicht gewonnen (vier Unentschieden, drei Niederlagen), und bei noch sechs Punkten Vorsprung zum Relegationsplatz 16 geht der Blick nach hinten.
Zu viele individuelle Fehler sind ein Grund, weshalb Union seit dem 1:0 am 20. Dezember beim 1. FC Köln auf einen dreifachen Punktgewinn wartet. Deswegen fordert Baumgart von seinem Team, bei sich zu bleiben, die Fehler abzustellen und fordert: „Die Dinge, die wie wir gut können, müssen wir noch besser machen.“ Etwa das kollektive und kompakte Verteidigen.
Quartett fehlt angeschlagen
Aber auch beim Erzielen von Toren gibt es Steigerungspotenzial. Andrej Ilic, der beim jüngsten 2:3 beim Hamburger SV den Ball beim Stande von 1:1 kurz vor der Halbzeit neben das leere Tor schoss, braucht allerdings laut Baumgart mit Blick auf sein Seelenheil keine besondere Fürsorge. Zum einen habe die vergebene Großchance nicht bedeuten müssen, dass anschließend „der Gegner durchläuft und zu einem Torabschluss kommt (zum Hamburger 2:1, Anm. d. Red.)“, betont der Union-Trainer. Zum anderen „hat Andrej in der 2. Halbzeit eine Antwort gegeben“. Nämlich, indem er die Berliner mit seinem 2:3 – seinem ersten Saisontor – noch einmal heranbrachte.
„Wir haben die Jungs, die den Charakter haben, zu wissen, was jetzt gebraucht wird.“ (Steffen Baumgart)
Die Lage bei den Eisernen ist also zurzeit nicht sonderlich erbaulich. Aber Baumgart hat weiterhin Vertrauen zu seinem Team und setzt darauf, dass sein Kader genügend Mut und Erfahrung hat, um die Situation zu meistern und den Klassenerhalt ohne größeres Zittern unter Dach und Fach zu bringen. Er sagt: „Wir haben die Jungs, die den Charakter haben, zu wissen, was jetzt gebraucht wird.“
Verzichten müssen die Berliner gegen Leverkusen nach wie vor auf ein Quartett an angeschlagenen Spielern: Diogo Leite (Oberschenkelprobleme), Josip Juranovic (Wadenprobleme), Tom Rothe und Robert Skov (beide Aufbautraining).
Am Samstag hat der 1. FC Union Berlin im Stadion an der Alten Försterei Bayer Leverkusen zu Gast. Obwohl der Kontrahent favorisiert ist, soll die Negativserie der Eisernen von sieben Spielen ohne Sieg enden.
