Der sechsmalige deutsche Nationalspieler Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren in seiner Wahlheimat Dänemark gestorben. Für Werder Bremen fungierte er einst als Spieler, später als Trainer.
Mit 85 Jahren
Den Tod von Sepp Piontek hatte am Donnerstag zuerst der dänische Fernsehsender TV2 unter Berufung auf die Familie mitgeteilt. Kurz danach bestätigte der dänische Verband in seinen sozialen Netzwerken die Meldung.
Direktor Peter Möller sagte: „Mit großer Trauer haben wir die Nachricht vom Tod des ehemaligen Nationaltrainers Sepp Piontek erhalten. Sepp wird für immer als einer der einflussreichsten Nationaltrainer in der Geschichte des dänischen Fußballs in Erinnerung bleiben.“
In seiner Spielerkarriere lief der in Breslau geborene Piontek zwischen 1960 und 1972 in mehr als 300 Pflichtspielen für den SV Werder Bremen auf, der Verteidiger erzielte dabei 19 Tore. 1961 gewann er mit den Bremern den DFB-Pokal, 1965 die Deutsche Meisterschaft. Sechsmal trug er das Trikot der DFB-Elf.
Vater des „Danish Dynamite“
Als eine Verletzung seine aktive Karriere gestoppt hatte, absolvierte Piontek daraufhin den Trainerschein. Vor seiner elfjährigen Amtszeit als Coach der dänischen Nationalmannschaft, die er 1984 ins EM-Halbfinale und 1986 ins WM-Achtelfinale führte, hatte Piontek neben Werder auch Fortuna Düsseldorf, Haiti und den FC St. Pauli betreut. Unter seiner Ägide hatte die dänische Auswahl eine ihrer Blütezeiten mit Spielern wie Michael Laudrup und Preben Elkjaer Larsen. Er galt als Vater des „Danish Dynamite“. Kurz nach Ende seiner Amtszeit (1990) gewann die Mannschaft 1992 den EM-Titel.
Pionteks letzte Trainerstation war das Nationalteam von Grönland im Jahr 2004.
Der sechsmalige deutsche Nationalspieler Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren in seiner Wahlheimat Dänemark gestorben. Für Werder Bremen fungierte er einst als Spieler, später als Trainer.
