In diesem Jahr warten die Berliner weiterhin auf ein Erfolgserlebnis in Form eines Dreiers. In Hamburg wurden die taktischen Vorgaben des Trainerteams nicht ausgeführt.
Seit sieben Spielen ohne Sieg
Eigentlich stellt sich Christopher Trimmel immer schützend vor die Mannschaft und hebt die positiven Situationen und Aspekte einer Partie hervor. Doch diesmal fand der Kapitän nach der 2:3-Pleite in Hamburg ungewohnt deutliche und kritische Worte. Den Rechtsverteidiger wurmte es, dass die taktischen Vorgaben des Trainerteams nicht umgesetzt wurden.
Der Matchplan wurde nicht umgesetzt
So hätte man die ganze Woche in der Videoanalyse aufgezeigt, dass der HSV seine Stärken im Umschaltspiel zum Vorschein bringt. „Vor allem im Zentrum spekulieren sie auf Ballgewinne, da haben wir ihnen in die Karten gespielt und die Konter nicht unterbunden. Sie haben uns überlaufen“, sagte Trimmel und legte den Finger in die Wunde: „Wir haben den Matchplan nicht umgesetzt und das liegt nur an uns Spielern. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen.“
Alle drei Gegentore sind nach einem Konter entstanden, wobei die Berliner zuvor den Ball zu leicht hergeschenkt hatten. Und dann spielte es der HSV präzise und clever aus, insgesamt ging es für die doch eher behäbige Union-Defensive im Defensivverhalten viel zu schnell. „Wir müssen es besser verteidigen. In den drei Aktionen ist es einfach nicht gut genug. Im Kollektiv machen wir das nicht gut genug, um Spiele zu gewinnen“, bemängelte Trainer Steffen Baumgart, der sich nachfolgend auch auf den mitgegebenen Matchplan bezog.
Sieben Partien in Folge ohne Sieg
„Wir werden immer wieder darauf hinweisen, was der Gegner für Stärken hat. Und wir werden es hoffentlich auch bald hinbekommen, das gelöst zu kriegen“, so Baumgart, der damit seine Spieler in die Pflicht nahm. Der Ton wird langsam rauer im Südosten Berlins. Kein Wunder bei sieben sieglosen Partien am Stück. Zwar punkten die Teams im unteren Drittel auch nicht nachhaltig und der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt weiterhin sechs Zähler. Und dennoch: Langsam sollten die Eisernen ihre Durststrecke beenden, wenn sie nicht noch weiter unten reinrutschen wollen.
„Wir machen Fehler, die du nicht machen darfst, wenn du bestehen willst. Da sind wir sehr kritisch und ehrlich miteinander“, betonte Baumgart, der die aktuelle Situation als „nicht unlösbar“ beschrieb: „Wir müssen unsere Tugenden auf den Platz kriegen. Und das ist in dem einen oder anderen Spielen in gewissen Phasen nicht der Fall gewesen.“ So wie nun in Hamburg, wo die Hauptstädter im Zentrum die Bälle zu leicht verloren und nachfolgend zu luftig verteidigten.
In diesem Jahr warten die Berliner weiterhin auf ein Erfolgserlebnis in Form eines Dreiers. In Hamburg wurden die taktischen Vorgaben des Trainerteams nicht ausgeführt.
