„Weder Fisch noch Fleisch“: Standards bleiben Kölns Dauerthema 

Erst vor rund zwei Wochen hob Lukas Kwasniok die neue Stabilität des 1. FC Köln bei Standards hervor. Gegen Leipzig war das Verhalten bei ruhenden Bällen allerdings wieder einmal ein großes Ärgernis für den Coach.

Auf Lob folgt Kritik

Schon nach dem Hinspiel in Leipzig wurmte Lukas Kwasniok ein Thema ganz besonders: die Standards. Damals brachte Assan Ouedraogo RB nach einer Ecke in Führung, David Raum traf per direktem Freistoß zum 3:1-Endstand. „Unterm Strich lassen wir einfach zu viele Standards zu und bekommen da auch zu viele Gegentore“, stellte Kölns Trainer damals heraus.

Doch Fehler zu erkennen ist eben die eine Sache, sie abzustellen, eine andere. So war es 17 Spieltage später schon wieder ein ruhender Ball, der die Leipziger beim 2:1-Sieg in Führung brachte – auch dank Mithilfe der Kölner, wie Kwasniok festhielt. „Das macht mich nach wie vor fuchsteufelswild“, wurde er auch mit etwas Abstand auf der Pressekonferenz deutlich. „Denn wenn du als Aufsteiger in der Liga bestehen willst, dann musst du dich bei Standards besser anstellen.“

Falsche Höhe und fehlende Zuordnung

Doch in der 29. Minute, als Raum zum Freistoß aus dem rechten Halbfeld antrat, stimmte es in der FC-Defensive wieder einmal nicht. „Grundsätzlich ist es so, dass es unterschiedliche Höhen gibt, in denen wir seitliche Freistöße verteidigen sollten“, gab der Trainer einen Einblick in die Herangehensweise. „Diesmal war es weder Fisch noch Fleisch, weder der Sechzehner noch der Elfmeterpunkt.“

Tatsächlich stand seine Mannschaft irgendwo zwischen den beiden angedachten Höhen, etwa auf 13 Metern, als Raum die Kugel in den Strafraum schlug. So gewährte der FC dem RB-Kapitän auf der einen Seite die entscheidenden Meter, um den Ball dorthin zu spielen, wo Marvin Schwäbe nicht hinkommen kann, stand auf der anderen Seite aber nicht tief genug, um vorwärts in den Ball zu gehen und ihn rauszuköpfen. Zu allem Überfluss waren die Kölner zudem in Ballnähe in Unterzahl, Christoph Baumgartner nutzte den Freiraum und nickte ein.

Kwasniok erahnt das Gegentor

„Ich hatte vor der Ausführung das Gefühl: Wenn Raum den einigermaßen trifft und es kein Abseits ist, dann klingelt es. Denn es war so eine Höhe, wo der Torhüter nicht richtig rauslaufen kann, aber die Jungs im Rückwärtslaufen benachteiligt sind“, erklärte Kwasniok und wurde schnell bestätigt.

Dabei sah der Coach selbst noch vor etwas mehr als zwei Wochen eine klare Verbesserung in diesem Bereich. „Ich finde schon, dass wir in der Rückserie die Dinge deutlich besser und stabiler verteidigen“, sagte er vor dem 1:2 in Freiburg. „Wir haben da etwas umgestellt und sind jetzt mehr in der Manndeckung zuhause.“ Ein Schritt, der aus seiner damaligen Sicht „gutgetan“ hat. „Ich habe schon das Gefühl, dass die Jungs jetzt mit einer Überzeugung an die Sache rangehen.“

Köln in den Standard-Kategorien weiter Letzter

Blickt man auf die Zahlen, sieht es für den FC allerdings weiterhin schlecht aus, wenngleich ein kleiner Aufwärtstrend durchaus zu erkennen ist. Die Kölner kassierten bereits 19 Tore nach Standards und trafen selbst erst viermal. Sowohl gegen als auch mit dem Ball belegen die Kölner damit Platz 18 in der Liga.

Im neuen Kalenderjahr waren es bislang fünf Standard-Gegentore und damit „nur“ noch die drittmeisten. Auf der anderen Seite konnte die Ausbeute von zwei Treffern bereits verdoppelt werden. Allerdings traf nur Leverkusen (einmal) seltener nach ruhendem Ball.

„Das ist etwas, was wir beeinflussen können. Deshalb gilt es da klar zu sein.“ (Lukas Kwasniok)

So bleiben die Standardsituationen ein Thema, das auch in dieser Trainingswoche wieder auf den Plan kommt. „Denn das ist etwas, was wir beeinflussen können. Deshalb gilt es da klar zu sein“, erklärte Kwasniok. Ganz im Gegensatz zu VAR-Entscheidungen über potenzielle Strafstöße.

 Erst vor rund zwei Wochen hob Lukas Kwasniok die neue Stabilität des 1. FC Köln bei Standards hervor. Gegen Leipzig war das Verhalten bei ruhenden Bällen allerdings wieder einmal ein großes Ärgernis für den Coach. 

 

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