Der erst 21-jährige Livan Burcu hat bereits angedeutet, dass er Qualität mitbringt. Seinen Platz aber hat der Offensivmann bei Union Berlin noch nicht gefunden.
„Eigenschaften, die uns flexibler machen“
Ob Livan Burcu in Bettwäsche von Eintracht Frankfurt schläft, scheint wohl aufgrund mehrerer Aspekte eher unwahrscheinlich zu sein. Aber mit seinen Sympathien für den Klub aus Hessen konnte er nach dem 1:1 am Freitag nicht hinter dem Berg halten. „Die Eintracht ist mein Kindheitsverein. Es ist für mich immer schön, gegen sie zu spielen. Ich liebe den Verein. Das ist meine Heimat und ich kenne noch ein paar Jungs“, sagte der Offensivakteur Union Berlins.
Dementsprechend groß wird sein Frust gewesen sein, als Trainer Steffen Baumgart seinen Schützlingen mitteilte, wer sich von Anfang an beweisen darf. Burcu kam zum dritten Mal in Folge nur von der Bank, zeigte eine über weite Strecke ordentliche Leistung, auch wenn der große Ertrag ausgeblieben ist.
Aufgrund seiner bislang gezeigten Darbietungen lässt sich resümieren, dass der 21-Jährige bei den Eisernen noch auf der Suche nach dem richtigen Platz für ihn ist. Zwar deutete er sein Potenzial schon an, der große Durchbruch ist ihm aber bis dato nicht gelungen.
Heldts lobende Worte über Burcu
„Ich finde, dass Livan uns ganz viel bringt. Leider kam im vergangenen Sommer der lange Ausfall, der jeden Spieler, gerade in jungen Jahre, zurückwirft. Jetzt ist er auf dem Niveau, auf dem er zu Beginn der Saison hätte sein sollen. Er hat Eigenschaften, die uns flexibler machen“, sagte Sportchef Horst Heldt über den „Neuzugang“, der in der vergangenen Saison an den 1. FC Magdeburg ausgeliehen gewesen war. Bis hierhin stehen noch überschaubare 263 Einsatzminuten für Union auf dem Platz, einen Scorerpunkt hat er noch nicht gesammelt.
Zwar hat sich der gebürtige Frankfurter noch nicht als Soforthilfe herausgestellt, aber sollte er gesund bleiben und seine Emotionen noch besser kanalisieren können, dürfte Burcu in Zukunft bei Union Berlin noch eine wichtigere Rolle einnehmen. Denn mit seinen flinken und teils überraschenden Bewegungen hat der Dribbler Fähigkeiten im Kader, die nur wenige Mitspieler vorweisen können. Der türkische U-21-Nationalspieler kann der Offensivakteur für die besonderen Momente sein.
Zum sechsten Mal in Folge im Rückstand
Und genau solch einer würde den Köpenickern bei der derzeitigen Gemengelage mehr als gut zu Gesicht stehen. Denn in der aktuellen Phase tut sich die Mannschaft von Coach Baumgart wieder schwerer damit, im letzten Drittel Lösungen zu finden. Laut des Trainers hatte nun gegen Frankfurt der nötige „Punch“ gefehlt. Defensiv ließen die Berliner einmal mehr wenig anbrennen, hatten die Eintracht-Offensive weitestgehend im Griff und gerieten dennoch zum sechsten Mal in Folge in Rückstand.
Für Union geht es nun vor allem darum, mal wieder in Führung zu gehen, um mit einer gewissen Sicherheit den weiteren Verlauf einer Partie angehen zu können. Und nicht eben wieder einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Aber auch das zeichnet die Hauptstädter in dieser Saison aus, dass sie deutlich resilienter auftritt als noch in der Vorsaison.
Der erst 21-jährige Livan Burcu hat bereits angedeutet, dass er Qualität mitbringt. Seinen Platz aber hat der Offensivmann bei Union Berlin noch nicht gefunden.
