Der VfL Wolfsburg schlägt auf der Zielgeraden noch einmal zu und sichert sich die Dienste von Jonas Adjetey. Für den Ghanaer vom FC Basel greifen die Wölfe tief in die Tasche.
Ablöse von zehn Millionen Euro
42 Gegentore hat der VfL Wolfsburg in der laufenden Runde schon schlucken müssen, ligaweit stehen nur Schlusslicht Heidenhem und Eintracht Frankfurt mit jeweils 45 Gegentoren schlechter da. Wenig überraschend fahndeten die Niedersachsen nach Verstärkungen für die Defensive und sind nun auf der Suche nach einem weiteren Innenverteidiger in der Schweiz fündig geworden.
Nachdem der VfL unter anderem bei Charlie Cresswell (Toulouse) und Matte Smets (Genk) kein Glück gehabt hatte, wird nun Jonas Adjetey vom FC Basel verpflichtet. Der 22-jährige Rechtsfuß mit Gardemaß (1,88 m, 82 kg) unterschreibt bei den Wölfen für vier Jahre bis zum 30. Juni 2030 und kostet dem Vernehmen nach eine Ablöse von rund zehn Millionen Euro.
„Jonas ist ein physisch sehr starker Spieler, schnell und zweikampfstark. Er bringt genau die Qualitäten mit, die wir für unsere Defensive brauchen“, sagt VfL-Sportdirektor Pirmin Schwegler. „Beim FC Basel konnte er sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren sowohl in der Liga als auch international beweisen. Wir trauen Jonas viel zu und sind überzeugt, dass er unsere Mannschaft sofort verstärken wird.“
Etabliert in der Schweiz
Adjetey kam im Sommer 2022 nach Basel und etablierte sich nach einem ersten Akklimatisierungsjahr nach und nach beim FCB als feste Größe in der Defensive. Der Innenverteidiger kann mittlerweile auf 73 Pflichtspiele für den 21-maligen Schweizer Meister verweisen – dabei durfte er auch der Europa- sowie Champions-League-Luft schnuppern.
Zu Beginn der laufenden Saison hatte der siebenmalige Nationalspieler Ghanas zwar seinen Stammplatz verloren, doch er kämpfte sich zurück und bestritt seit Ende November jedes Ligaspiel über die volle Distanz. Der Spieler weckte dann auch Begehrlichkeiten: So sollen Trabzonspor, RC Lens, die Wolverhampton Wanderers und der FC Bologna Interesse an einer Verpflichtung gehabt haben.
Die Basler beabsichtigten ursprünglich aber gar nicht, den Abwehrmann frühzeitig ziehen zu lassen, konnten das Angebot des VfL Wolfsburg letztlich aber nicht ausschlagen, wie der FCB in einer Stellungnahme auch zugibt. „Die sportliche Leitung hat sich aus nachvollziehbaren Gründen dagegen ausgesprochen. Nachdem sich die Ereignisse heute Montag unerwartet überschlagen hatten, haben wir als Verwaltungsrat entschieden, dass wir das finale Angebot des VfL Wolfsburg schlicht nicht ausschlagen können. Unsere wirtschaftliche Verantwortung für den Klub hat in diesem Fall den Ausschlag gegeben.“
Adjetey selbst blickt schon mal nach vorne und betonte: „Es bedeutet mir viel, jetzt in der Bundesliga zu sein und diesen Schritt mit dem VfL Wolfsburg zu gehen.“
Der VfL Wolfsburg schlägt auf der Zielgeraden noch einmal zu und sichert sich die Dienste von Jonas Adjetey. Für den Ghanaer vom FC Basel greifen die Wölfe tief in die Tasche.
