Es hatte sich bereits am Sonntag abgezeichnet, am Montag machten die Klubs Nägel mit Köpfen: Dennis Geiger verlässt die TSG Hoffenheim nach fast 17 Jahren und wechselt mit sofortiger Wirkung auf Leihbasis zum FC Aberdeen.
Pfannenstiel lockt TSG-Eigengewächs
Im Kraichgau wurde Dennis Geiger bereits im vergangenen Sommer aussortiert, weswegen Spieler und Klub nach einem passenden Abnehmer fahndeten. Dieser kristallisierte sich dann am Sonntag heraus: Der FC Aberdeen um den ehemaligen Hoffenheimer Lutz Pfannenstiel erhielt den Zuschlag, am Montag folgte der Vollzug. Nach der halbjährigen Leihe hat der schottische Klub die Option, Geiger fest zu verpflichten.
„Dennis ist ein echtes Eigengewächs der TSG und war über Jahre fester Bestandteil der Lizenzmannschaft“, wird Andreas Schicker, Sport-Geschäftsführer der TSG Hoffenheim, zitiert: „Er hat sich bei uns vom Akademiespieler zum Bundesliga-Profi entwickelt und ist somit ein gutes Bespiel für den TSG-Weg. Das Ziel der Leihe ist es, dass er in Schottland Spielzeit bekommt und wieder Rhythmus finden kann.“
Geiger, der bei der TSG noch ein gültiges Arbeitspapier bis 2027 besitzt, hatte sich vom einstigen Vorzeigeprofi und früheren deutschen U-21-Nationalspieler zum Ladenhüter entwickelt. Mit nun 27 Jahren nimmt der gebürtiger Mosbacher eine neue Herausforderung im Ausland an.
„Es ist die Chance für einen Neuanfang“
„Ich freue mich sehr, hier zu sein“, erklärt Geiger in einem ersten Statement auf Aberdeens Website: „Ich kann es kaum erwarten, die Leute im Verein und die Fans kennenzulernen und mehr über die Stadt zu erfahren.“ Pfannenstiel habe ihm „deutlich gemacht, wie sehr Aberdeen mich hier haben wollte, daher fiel mir die Entscheidung leicht. Es ist die Chance für einen Neuanfang.“ Und raus aus der „Komfortzone“.
Neben Aberdeen waren auch die Glasgow Rangers um ihren deutschen Cheftrainer Danny Röhl, der den Traditionsklub binnen weniger Monate auf links zog, an Geiger interessiert gewesen. Röhl-Assistent Matthias Kaltenbach, der lange Zeit auch in Hoffenheim arbeitete, soll einer der Fürsprecher gewesen sein. Den Zuschlag aber erhielt nun der Liga-Rivale.
Geiger kommt für Hoffenheim auf insgesamt 125 Bundesliga-Einsätze (sechs Tore), neun im DFB-Pokal, elf in der Europa League sowie eines in der Champions League. Ob noch ein Pflichtspiel für „seine“ TSG hinzukommt, darf zumindest stark angezweifelt werden.
Es hatte sich bereits am Sonntag abgezeichnet, am Montag machten die Klubs Nägel mit Köpfen: Dennis Geiger verlässt die TSG Hoffenheim nach fast 17 Jahren und wechselt mit sofortiger Wirkung auf Leihbasis zum FC Aberdeen.
