Beim 2:1 gegen Wolfsburg verschaffte sich der 1. FC Köln ordentlich Luft im Rennen um den Klassenerhalt. Drei Punkte, die sich der Aufsteiger vor allem über den Kampf verdiente. Das machte Trainer Lukas Kwasniok ganz besonders glücklich.
Köln vor Hammer-Aufgaben
Wer die Startelf des 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg sah, dürfte sich erst mal gewundert haben. Eric Martel und Tom Krauß liefen beim 1:0-Sieg gemeinsam auf der Doppelsechs auf, obwohl Trainer Lukas Kwasniok das zuvor wegen der eher defensiven Ausrichtung der beiden eigentlich als unwahrscheinlich bezeichnet hatte.
„Wir haben Abgreifer gebraucht, die das Zentrum schützen“, erklärte der 44-Jährige seinen Plan und wurde grundsätzlich: „Bei der Ausrichtung mit Cenk Özkacar, Sebastian Sebulonsen, Kristoffer Lund, den beiden Sechsern: Wenn die Leute Zauberfußball sehen wollen, müssen sie in ein anderes Stadion gehen. Sie werden von den Jungs aber eine unfassbare Aufopferungsbereitschaft sehen.“ Eine Qualität, die dem FC drei wichtige Punkte einbrachte. Auch, weil bei den Wölfen wenig bis nichts durch die Mitte ging.
Kampf und Einstellung stimmen
Als TV-Zuschauer, gab Kwasniok zu, hätte er wohl eher abgeschaltet. Aber in Köln-Müngersdorf elektrisierte sein Team die 50.000 mehrheitlich dem FC zugewandten Zuschauer. „Fighten, füreinander da zu sein, sich in Bälle zu werfen, das sind Attribute, die ein wenig unsexy sind, aber zu diesem Verein, der Mannschaft und meiner Identität gehören“, lobte der Coach und schwärmte: „Deswegen bin ich stolz, dass die Jungs diese drei Punkte verteidigt haben.“
Der Kampfgeist und die Einstellung seiner Mannschaft stimmen in dieser Saison tatsächlich durchgehend: Nur der FC Bayern und die TSG Hoffenheim spulen mehr Kilometer ab, und erst ein einziges Mal verlor der FC mit mehr als zwei Gegentoren Differenz – und zwar beim 1:4 im DFB-Pokal gegen den Rekordmeister.
Der Klassenerhalt ist wie der WM-Titel
„Ich weiß, dass man in jedem Spiel guten Fußball sehen will“, sagt Kwasniok, „aber Deutschland ist meist Weltmeister geworden, wenn sie über die Attribute wie Leidenschaft und Laufbereitschaft, Widerstandsfähigkeit, Mentalität und Zweikampfstärke gekommen sind.“ Qualitäten, die nicht nur der Coach bei seinen Profis sieht. Er spannte den großen Bogen zurück in Rheinland: „Die Weltmeisterschaft für Deutschland ist unser Klassenerhalt.“
Und der ist mit 23 Punkten bei 14 ausstehenden Spielen absolut greifbar. „Du brauchst zehn Siege, wir sind auf einem guten Weg“, findet Kwasniok nach dem sechsten Sieg. Allerdings stehen daheim gegen Leipzig, in Stuttgart und dann als Gastgeber für die TSG Hoffenheim drei Duelle mit Champions-League-Anwärtern an. „Das wird jetzt kein leichtes Unterfangen werden“, weiß der Coach, hat sich offenbar in der kölschen Kultur schon blendend eingelebt und sieht deswegen positiv auf die drei Hammer-Aufgaben: „Mit den Fans und dem Stadion ist alles möglich.“ Und mit der Weltmeister-Spielweise natürlich.
Beim 2:1 gegen Wolfsburg verschaffte sich der 1. FC Köln ordentlich Luft im Rennen um den Klassenerhalt. Drei Punkte, die sich der Aufsteiger vor allem über den Kampf verdiente. Das machte Trainer Lukas Kwasniok ganz besonders glücklich.
