Albert Riera soll neuer Trainer bei Eintracht Frankfurt werden und schon am Samstag im Heimspiel gegen Leverkusen auf der Bank sitzen. Gepokert wird noch um die Ablöse.
Ablösepoker um neuen Trainer
Wie Sky am Dienstagabend zuerst berichtete, soll Albert Riera die Nachfolge von Dino Toppmöller antreten. Nach kicker-Informationen ist es das Ziel, dass der 43-jährige Trainer des slowenischen Tabellenführers NK Celje die Mannschaft schon im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen coacht. Verhandelt werden muss noch die Ablöse. Wie der kicker bereits am Dienstagabend berichtete, liegt Rieras Ausstiegsklausel bei fünf Millionen Euro. So viel wird die Eintracht nicht bezahlen. Es ist davon auszugehen, dass der Betrag noch deutlich heruntergehandelt werden kann.
Der Spanier ist eine überraschende Wahl. Seine Trainerlaufbahn begann er 2020 als Co-Trainer bei Galatasaray Istanbul, als Cheftrainer sammelte er seit 2022 Erfahrungen bei Olimpija Ljubljana, Girondins Bordeaux und NK Celje, wo er im Sommer 2024 übernahm. Bereits 2023 war er einige Monate Trainer in Celje gewesen. In dieser Saison führte Riera Celje in die Play-offs der Conference League und auf Platz 1 in der Liga. Der Vorsprung auf den Zweiten Maribor beträgt zwölf Punkte.
Mit Ljubljana gewann er 2022/23 das Double, Celje führte er in der vergangenen Saison zum Pokalsieg. Als Spieler lief der frühere Linksaußen unter anderem für Liverpool, Manchester City, Galatasaray und Bordeaux auf. 16-mal stand er für die spanische Nationalmannschaft auf dem Feld.
Ein anderer Typ als Toppmöller
Bei der Eintracht erhofft man sich einen charismatischen, aber autoritären Trainer, der die Mannschaft mit härterer Hand führt als Vorgänger Toppmöller. Wer sich Videos von Rieras Medienauftritten anschaut, wird nicht leugnen können, dass ihn eine gewisse Aura umgibt. Trotzdem ist diese Trainerwahl auch ein Risiko, da Riera mitten in der Saison in ein fremdes Land kommt und erstmals einen Verein in dieser Größenordnung übernimmt. Mit Oliver Glasner und Toppmöller bewies Krösche in Frankfurt bereits zweimal ein goldenes Händchen bei der Trainerwahl. Gelingt ihm nun der Hattrick?
Die Herausforderung für den neuen Trainer könnte größer kaum sein. Die Mannschaft ist nach den vielen Gegentoren völlig verunsichert und braucht – neben einer harten Hand – endlich auch eine klare taktische und fußballerische Linie. Da Frankfurt in der Champions League nicht mehr weiterkommen kann und auch aus dem DFB-Pokal ausgeschieden ist, steht Riera ab der kommenden Woche viel Trainingszeit zur Verfügung.
In den vergangenen eineinhalb Wochen wurden diverse Trainernamen gehandelt, die Spuren verliefen jedoch alle nach und nach im Sand. Am Dienstag erklärte der ebenfalls gehandelte Kopenhagener Trainer Jacob Neestrup im dänischen Fernsehen, nichts vom kolportierten Interesse der Eintracht zu wissen. Gesichert ist: Krösche sprach auch mit anderen Kandidaten. Aus Vereinskreisen heißt es, dass Riera von Anfang an die favorisierte Lösung gewesen sein soll.
Albert Riera soll neuer Trainer bei Eintracht Frankfurt werden und schon am Samstag im Heimspiel gegen Leverkusen auf der Bank sitzen. Gepokert wird noch um die Ablöse.
