Die Borussia befindet sich nach der 0:3-Heimniederlage gegen Stuttgart endgültig im Krisenmodus. Der Sportchef machte deutlich, dass der Blick nach unten geht.
Schröder: „Es wird kein Zuckerschlecken“
Die Frage, ob diese Borussia wirklich gerüstet ist für den Abstiegskampf, stellt sich seit Sonntag dringender denn je. Schließlich umfasst die Krise – und um nichts anderes handelt es sich in Anbetracht der alarmierenden Leistungen gegen Hoffenheim (1:5), den Hamburger SV (0:0) und am Sonntag gegen Stuttgart (0:3) – deutlich mehr Facetten als eine eklatante Anfälligkeit in der Defensive mit wiederkehrenden, haarsträubenden Abwehrfehlern oder einer ausgeprägten Harmlosigkeit im Offensivspiel.
Es geht auch um fehlende Basics, eine rätselhafte Zweikampfschwäche (nur 30 Prozent gewonnene Zweikämpfe gegen den VfB), es geht um fallende Formkurven von Leistungsträgern und ein Abtauchen von vermeintlichen Führungsspielern. Niemand bäumte sich gegen Stuttgart gegen die drohende Niederlage auf, niemand riss die Kollegen mit und trieb sie an, stattdessen schon vor dem Pausenpfiff überall nur hängende Köpfe und eine Körpersprache, die Schlimmes über den mentalen Zustand der Mannschaft erahnen lässt.
Ist die Wirkung des Trainerwechsels etwa schon verpufft? Das wegweisende Spiel in Bremen am Samstag dürfte die Antwort bereithalten. Nach nur einem Sieg in den vergangenen sechs Spielen stehen die Mannschaft und Coach Eugen Polanski unter Zugzwang. Noch eine Niederlage und Gladbach rutscht tabellarisch wieder in Richtung der brandgefährlichen Zone ab.
Rouven Schröder machte nach dem Stuttgart-Spiel klar, dass der Blick nach unten gehen muss. „Ich habe nie etwas anderes gesagt“, betonte Borussias Sportchef. Und wer die Fohlenelf schon einen Schritt weiter gewähnt habe, „dem zeigen die Spiele, dass wir es nicht sind“. Deshalb erwartet Schröder auch weiterhin eine komplizierte Saison für die Borussia. „Es wird bis zum Schluss kein Zuckerschlecken. Das Wichtigste ist, dass wir bei aller Kritik den Kopf oben behalten. Wir müssen da durch. Und wenn wir stabil sind, schaffen wir das auch.“
Schröder freut sich aufs Duell mit Werder: „Da ist ordentlich Pfeffer drin“
Dass die Konkurrenz am Wochenende Ausrufezeichen setzen konnte, lässt die Luft für die Fohlen dünner werden. Der FC Augsburg sorgte mit dem Auswärtssieg beim FC Bayern für einen Paukenschlag. Mainz drehte die Begegnung gegen Wolfsburg nach einem Rückstand. Fünf Punkte Vorsprung auf Platz 16 sind alles andere als ein komfortabler Vorsprung, erst recht mit Blick auf die anstehenden Aufgaben in den nächsten Wochen. Nach Bremen warten Leverkusen, Frankfurt und Freiburg auf die Gladbacher – und bis auf das Heimspiel gegen Bayer muss die Polanski-Elf dabei dreimal auswärts ran.
Umso wichtiger wird es daher, dass die Borussen aus Bremen schon mal etwas Zählbares mitbringen. Schröder sagt vor dem Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub Werder: „Gegen Bremen, da ist ordentlich Pfeffer drin. Ich freue mich drauf.“
Die Borussia befindet sich nach der 0:3-Heimniederlage gegen Stuttgart endgültig im Krisenmodus. Der Sportchef machte deutlich, dass der Blick nach unten geht.
