Deshalb kam es zum Kabinen-Eklat um Vuskovic 

Richtig hitzig wurde das Hamburger Stadt-Derby am Millerntor erst nach dem Abpfiff einer unansehnlichen Nullnummer. Mittendrin war Luka Vuskovic, der auch in den 90 vorangegangenen Minuten zu den auffälligsten Protagonisten gehört hatte.

HSV-Verteidiger beklagt Beleidigungen gegen seinen Bruder

Merlin Polzins Analyse war gleichermaßen treffend wie ernüchtert. „Es war sicher kein Derby, das lange in Erinnerung bleiben wird.“ Seine Mannschaft hatte kontrolliert und überlegen begonnen, nach der Pause aber die Ordnung verloren. „In der zweiten Halbzeit“, bemängelt der Coach, „hat es nicht mehr so gepasst.“ Die einzige echte Chance des HSV hatte Luka Vuskovic, der mit einem Kopfball an St. Paulis Keeper Nikola Vasilj gescheitert war. Das nächste Mal rückte der 18-Jährige dann nach dem Abpfiff in den Mittelpunkt.

Polzin: „Ich kann Lukas Unmut extrem verstehen“

Während des Interviews am Sky-Mikrofon wurde der kroatische Innenverteidiger ungehalten. Der Grund: St. Paulis Anhänger sollen seinen wegen Dopings gesperrten Bruder Mario beleidigt haben. Vuskovic wetterte: „Ich weiß nicht, was sich die Fans von St. Pauli denken. Es ist respektlos, meine Familie und meinen Bruder anzugreifen. Ich habe nichts Gutes über diese Fans zu sagen.“ Auf dem Weg in die Kabine legte er vor den Anhängern symbolisch den Finger auf die Lippen, forderte sie sichtlich aufgebracht zum Schweigen auf und musste von den Kollegen beruhigt werden.

Auch im Kabinengang war der Zorn des Abwehr-Juwels noch nicht verraucht. Augenzeugen berichten, wie er beim Gang durch die Katakomben ausgespuckt haben soll. Das wiederum rief St. Paulis Abwehr-Kante Karol Mets auf den Plan, der wütend in Richtung Vuskovic schrie: „So etwas habe ich nie zuvor erlebt und gesehen.“ Ein hitziges Ende eines zuvor friedlichen Abends und eines äußerst langatmigen Spiels, dessen Ergebnis dem Aufsteiger angesichts von fünf Zählern Vorsprung auf St. Pauli mehr hilft als den Gastgebern.

Klar ist: Eine Rüge von seinem Trainer muss Vuskovic für den Kabinen-Eklat nicht fürchten. Polzin war die Thematik nicht entgangen, er verteidigte seinen Verteidiger: „Das ist ein sehr wichtiges Thema. Wir reden über einen 18-jährigen Menschen, er trägt sehr viel Last auf seinen Schultern für das, was mit Mario passiert ist.“ Er sagt: „Normalerweise stehen auch der FC St. Pauli und seine Fans dafür, dass solche Themen sensibel behandelt werden und man Verständnis füreinander hat. Ich kann Lukas Unmut extrem nachvollziehen. Wenn man diese Sprüche, Worte, Aufforderungen und Gesten entgegengebracht bekommt, dann hat das nichts mit dem zu tun, wofür nicht nur beide Vereine und die Stadt Hamburg als weltoffene Stadt stehen sollten.“

Polzin hält es mit der Causa Vuskovic vom Freitagabend ähnlich wie mit der sportlichen Einordnung des Derbys – er regt zum Vergessen an. „Wir sollten diesen Moment schnellstmöglich hinter uns lassen und korrigieren, damit er nicht wieder vorkommt.“

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