Wenig Training, viel Theorie: Schmitts nächste schwere Aufgabe 

Mit nur wenigen Trainingseinheiten muss Interimscoach Dennis Schmitt Eintracht Frankfurt stabilisieren. Im Duell mit Hoffenheim setzt der 32-Jährige auf das Kollektiv, das sich an Kleinigkeiten aufrichten soll. Rasmus Kristensen soll als Vorbild dienen.

Frankfurter Interimscoach „versucht alles“

In den letzten zwölf Monaten drückte Dennis Schmitt die Schulbank. Neben seinem Hauptjob als U-21-Coach der Frankfurter absolviert er beim DFB erfolgreich den Pro-Lizenz-Lehrgang, den reformierten Nachfolger der ehemaligen Fußballlehrer-Ausbildung. Die dort vertiefte Praxis auf dem Trainingsplatz hilft ihm in seiner aktuellen Lage als Interimscoach der Eintracht-Profis nur bedingt.

Vor seiner Premiere in der Champions League, die gegen Qarabag Agdam 2:3 verloren ging, blieben Schmitt und Mannschaft nur zwei echte Einheiten auf dem Platz. Nach der Rückkehr aus Aserbaidschan und vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) folgte nur eine weitere. Grundlegendes lässt sich da nicht verändern. Vielmehr ist also theoretisches Wissen des 32-Jährigen gefragt.

„Es geht nur als Kollektiv“

„Wir lassen nichts unversucht. Das kann ich jedem versprechen, wir versuchen alles“, betonte Schmitt an diesem Freitag. „Und wenn es dann am Ende ein Gespräch ist, wenn es das Aufzeigen über ein Video oder an der Taktik-Tafel ist. Die Zeit auf dem Platz können wir uns nicht mahlen. Aber die Zeit, die wir haben, die nutzen wir natürlich.“

Wie schlecht es um die mentale Verfassung der Mannschaft steht, machte Rasmus Kristensen noch am späten Mittwochabend in Baku deutlich. Frisches Selbstvertrauen wird der Eintracht nicht zugeflogen kommen. „Wir müssen uns über Kleinigkeiten aufrichten. Das kann ein guter Pass sein, das kann ein gewonnener Zweikampf sein, das kann auch mal sein, dass wir den Ball aus dem Stadion herausknallen. Es geht morgen nicht darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen, sondern das Spiel“, bekräftigte Schmitt, der gegen den Tabellendritten auch auf die eigenen Fans baut: „Wenn der Funke kommt, dann werden uns 50.000 unterstützen und auch die Hoffenheimer überrascht sein, wie viel Wucht da kommt.“

Mehrfach betonte der vorübergehende Toppmöller-Nachfolger, dass es nur gemeinsam ginge. „Ich glaube, dass zu viel über einzelne Spieler gesprochen wird und vielleicht auch gesprochen wurde. Es geht nur als Kollektiv. Und die Jungs, die bereit sind, diesen Fußball zu spielen, das Tor so zu verteidigen, wie wir das vorgeben, werden mitgenommen – und die anderen eben nicht.“

Vorbild Kristensen: „Was für ein Leader“

Über einen Spieler sprach Schmitt aber auch separat: Rasmus Kristensen. Der hatte sich nach dem feststehenden Aus in der Königsklasse hingestellt und die Schuld auf sich genommen – dabei war er weder der schlechteste Mann auf dem Feld noch alleinverantwortlich. Auch Schmitt sah die Leistung des Dänen nicht so kritisch, es seien kollektiv „viele kleine Fehler“ gewesen. „Aber das zeigt ja, was er für ein Typ ist, was er für ein Leader ist, dass er sich vor die Presse stellt und das Ding auf sich nimmt.“

Kristensen agierte in den letzten Wochen wie alle Kollegen glücklos und fehlerbehaftet. Fehlende Bereitschaft ist dem 28-Jährigen aber nicht vorzuwerfen, weshalb er für Schmitt als „Vorbild“ im Team diene. „Wenn ich alleine sehe, wie viele Schläge er wieder auf seine Nase bekommen hat. Er musste ein- oder zweimal das Trikot wechseln. Der Junge stand da wie eine Wand, hat sich in jeden Zweikampf reingeworfen. Ich glaube schon, dass er ein Vorbild ist und diese Mentalität unsere Fans morgen sehen wollen“ so Schmitt, der genau diese Einstellung ankündigte: „Es geht darum, dass wir aggressiv und intensiv sind.“

Noch kein neuer Trainer in Sicht

In ihrem ersten Bundesligaspiel haben Schmitt und sein Partner Alex Meier personell eine größere Auswahl und können auf die in der Champions League nicht spielberechtigten Winterzugänge zurückgreifen. Arnaud Kalimuendo und Ayoube Amaimouni-Echghouyab, die beide bereits getroffen haben, werden zu Optionen im Sturm. Neue Ausfälle waren nicht zu vermelden.

Eine schnelle Lösung in der Trainerfrage zeichnet sich derweil nicht ab. Gut möglich also, dass Schmitt und Meier auch am kommenden Mittwoch bei der Abschiedsvorstellung in der Königsklasse gegen Tottenham in der Verantwortung stehen. Nur drei Tage darauf steht schon das nächste richtungsweisende Bundesligaspiel gegen Leverkusen auf dem Plan. Allzu lange sollte sich Sportvorstand Markus Krösche also nicht mehr Zeit lassen.

 Mit nur wenigen Trainingseinheiten muss Interimscoach Dennis Schmitt Eintracht Frankfurt stabilisieren. Im Duell mit Hoffenheim setzt der 32-Jährige auf das Kollektiv, das sich an Kleinigkeiten aufrichten soll. Rasmus Kristensen soll als Vorbild dienen. 

 

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